Schule: Alles andere ist wichtiger!

Maike, 14, findet alles andere wichtiger als die Schule. Ihre Eltern machen sich große Sorge und überlegen, was sie tun können.


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Früher war Maike eine gute Schülerin, doch seit ihrem 14. Geburtstag scheint alles andere wichtiger zu sein als Schule: Schminken, Klamotten, Partys, mit Freundinnen treffen, stundenlanges Telefonieren, Verliebtsein … Wer kann sich schon auf Hausaufgaben konzentrieren, wenn einen der erste Kuss viel mehr beschäftigt. Außerdem: Wer will denn gute Noten? Streber sind uncool! Doch nach dem Zwischenzeugnis mit zwei Fünfern in den Hauptfächern heißt es: Versetzung gefährdet. Maikes Eltern machen sich große Sorgen. Was hilft? Nachhilfe? Internat? Verbote?


Schulprobleme Pubertät


© Thinkstock

Lösungsvorschlag

Die meisten Jugendlichen haben heute längst verstanden, wie wichtig die schulische Ausbildung für ihren späteren Lebensweg ist. Vorwürfe und Prophezeiungen à la „Dann wirst Du eben Pizzakurier“ sind kontraproduktiv. Auch wenn es für viele Eltern keine Option ist: Leistungseinbrüche, geringe Motivation in Schulangelegenheiten und Klassenwiederholungen sind in der Pubertät normal und an der Tagesordnung. Natürlich sollen Sie nicht zulassen, dass Ihr Kind in der Schule scheitert. Aber besser als Vorhaltungen und Verbote ist, wenn Eltern Ihren Kindern ein Grundvertrauen schenken. Ein „Du wirst das schon machen“ ist ermutigend, gibt Selbstvertrauen und stärkt das Verantwortungsgefühl. Nachhilfe kann sicher helfen, Wunder sollten Sie aber nicht erwarten. Vielleicht können auch ältere Geschwister, eigene oder von Freunden helfen? Oft können diese auch eine gewisse Vorbildfunktion übernehmen.

Ein Internat kann ein, wenn auch kostspieliger, Ausweg sein. Dort ist man pubertierende Schüler gewohnt und pädagogisch darauf eingerichtet. Letztlich ist es aber auch keine Schande, einmal eine Klasse zu wiederholen!