Für Konflikte sorgen, neben den erwähnten Verständnisschwierigkeiten, oft der Umfang der Hausaufgaben bzw. die investierte Zeit. Dabei sind Kinder, die täglich mehrere Stunden an ihren Schularbeiten sitzen, keine Seltenheit. Das muss aber nicht unbedingt an der Menge der Schularbeiten liegen.
So gibt es Kinder, die sich leicht ablenken lassen und mit anderen, schulfremden Dingen viel Zeit vertrödeln. Hier hilft ein Wecker oder eine Eieruhr, an der das Kind ablesen kann, wann die vereinbarte Zeit abgelaufen ist. „Vielen Kindern ist es ein ungeheurer Ansporn, die Aufgaben vor der Zeit zu erledigen“, sagt die Diplompädagogin Carmen Wöhler. Andere Kinder wiederum brauchen mehr Zeit, weil sie sehr gewissenhaft und gründlich arbeiten oder ihre Schulaufgaben mit Zeichnungen und Fotos verzieren – wogegen natürlich nichts einzuwenden ist.
Wenn Sie allerdings den Eindruck haben, dass Ihr Kind über die Maßen von seinen Hausaufgaben beansprucht wird, sollten Sie unbedingt Kontakt zu anderen Eltern aufnehmen, um festzustellen, ob vielleicht auch deren Kinder Probleme haben. Es kann nämlich durchaus sein, dass die Ursache für Stress bei den Hausaufgaben bei den Lehrern liegt – weil sie zu viel aufgeben, weil sie sich nicht untereinander absprechen oder die Aufgaben nicht an den im Unterricht behandelten Stoff anschließen. Das Thema sollte dann unbedingt auf die Tagesordnung des nächsten Elternabends gesetzt werden, um dort gemeinsam mit den Lehrern eine Lösung zu finden.

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