
Wie Sie bei Ihrem Kind von Anfang an die Freude am Lernen fördern können und was Sie bei den Hausaufgaben in der Grundschulzeit beachten sollten.
Viel stärker als der Kindergarten bestimmt nun die Schule den Familienalltag. Nicht ohne Grund spricht man jetzt vom „Ernst des Lebens“. Schließlich werden in dieser Zeit die entscheidenden Weichen für den weiteren Lebensweg gestellt. Damit den Kindern die Lust aufs Lernen nicht abhanden kommt, brauchen sie in den ersten Schuljahren viel Lob und Unterstützung.
Die direkte Verbindung zwischen Schule und Elternhaus bilden die Hausaufgaben, es sei denn, die Kinder besuchen eine Ganztagsschule, in der dieser Part auch zum Schulalltag gehört.
Muss Ihr Kind seine Hausaufgaben aber zu Hause erledigen, dann sollten Sie darauf achten, dass es nicht zu lange daran sitzt. Eine Faustregel lautet: nicht länger als 30 Minuten in der ersten sowie in der zweiten Klasse und maximal 60 Minuten im dritten und im vierten Schuljahr. Wird dieses Limit häufig überschritten, sollten Sie sich an den Lehrer wenden.
Beachten Sie auch: Die meisten Kinder haben mittags ein Leistungstief und brauchen nach dem Essen eine Erholungspause. Bei den Hausaufgaben selbst sollten auch immer wieder Pausen gemacht werden, die zum Trinken oder Obstessen genutzt werden.
Das ist gut für den Energiehaushalt! Auch tut ein bisschen Bewegung zwischendurch dem Lernen gut. Außerdem sollten während der Hausaufgaben keinesfalls Radio oder Fernseher laufen.
Lob und Ermunterung
Ungeduld, Ermahnungen oder gar Vorwürfe schaden der kindlichen Konzentration und Motivation. Lob und Ermunterung hingegen sind förderlich. In der Grundschule kümmern sich in der Regel die Eltern noch intensiv um die Hausaufgaben.
Sie sehen, wie ihr Kind lernt, ob ihm die Aufgaben leicht oder schwer fallen, ob es Fehler aus Unverständnis oder Flüchtigkeit macht. Sie können meist einschätzen, ob das Kind bei Schwächen weiterer Hilfe bedarf. Auch der regelmäßige Kontakt zu den Lehrern liefert wichtige Informationen.
Das Lesen- und Schreibenlernen kann außerdem zu Hause in vielen Alltagssituationen, durch gemeinsames Lesen oder Vorlesen und vor allem durch Spiele gefördert werden.
Quelle: Duden Elternratgeber Sprache- und Leseförderung. 48 Seiten.
Download unter www.duden.de/schule

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