
Kinder sollten nicht ohne Frühstück zur Schule gehen. Warum auch ein gesundes Pausenbrot so wichtig ist und wie Sie es mit Süßem halten sollten.
Lernen macht nicht nur schlau, es kostet auch Energie. Daher ist 2 bis 3 Stunden nach dem Frühstück ein Pausenbrot in der Schule wichtig. Das gibt Kindern wieder ausreichend Kraft, um sich auf den weiteren Unterricht zu konzentrieren. Laut einer Umfrage geht jedoch jedes siebte Kind ohne Frühstück zur Schule (Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse unter 1.000 Eltern mit Kindern zwischen 6 und 18 Jahren im Haushalt, 2010). Speziell diese Frühstücksmuffel benötigen in der Schule ausreichend Energielieferanten. Sie sollten zu Hause zumindest ein Getränk zu sich nehmen wie Milch, Kakao, Saft oder Saftschorle.
Neben der Energie zum Lernen dürfen auch die Vitamine und Mineralstoffe beim Pausenbrot nicht zu kurz kommen. „Das zweite Frühstück in Form eines Pausenbrots sollte aus möglichst gesunden Lebensmitteln bestehen wie zum Beispiel Joghurt, Vollkornbrot, Obst und Rohkost. Ihr Kind geht nach einer solchen Stärkung frisch und voller Energie wieder in den Unterricht“, so Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Das Pausenbrot erhält einerseits die Leistungsfähigkeit am Vormittag, andererseits werden Heißhungergefühle bis zum Mittagessen vermieden. Diese können dazu führen, dass unkontrolliert große Mengen gegessen werden und zu Süßem gegriffen wird. Gerade bei älteren Kindern dauert die Schule länger und die Zeit zum Mittag streckt sich.
Aber was können Eltern tun, wenn Kinder ihr Pausenbrot nicht mögen? Mit knackigem Gemüse wie Gurke, Möhre, Kirschtomaten oder Salat und mit frischem Obst wie Weintrauben, Äpfel oder Birnen kann ein Pausenbrot aufgepeppt werden. Namen wie Big Snack, Hasen Klappstulle oder Pikanter Hamburger machen das Pausenbrot bei Kindern interessant und signalisieren, dass es gut schmeckt.
Süßes für zwischendurch?
Kinder lieben meist Süßes und könnten es den ganzen Tag essen – auch in der Schule. Besser ist es, wenn Eltern den Kindern keine Süßigkeiten wie Kekse, Schokolade oder Bonbons zum Pausenbrot mitgeben. Außer viel Zucker und zum Teil auch Fett enthalten sie kaum wichtige Nährstoffe, die Kinder brauchen. Aber Verbote reizen besonders. Daher können Kinder bei Gebäck, Kuchen oder Süßigkeiten auch mal zugreifen. „Erlauben Sie Ihren Kleinen das Naschen beispielsweise nach dem Mittagessen oder am späteren Nachmittag, als Teil der Zwischenmahlzeit“, rät Dr. Arms
Maßvoller Umgang mit Süßem
In einer ausgewogenen Ernährung sollten höchstens 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr aus Süßwaren, Zucker, Limonade oder Knabbereien kommen. „Für 7- bis 10-Jährige sind das maximal 180 kcal in Form von Süßem, also zum Beispiel eine Portion rote Grütze (150 g) plus zwei kleine Beutelchen Gummibären (20 g) oder ein Esslöffel Nuss-Nougat-Creme plus ein Glas Limonadengetränk (200 ml)“, fasst Dr. Elke Arms, zusammen.

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