HAUSAUFGABEN
Was bei Schulaufgaben wirklich hilft
Für die Hausaufgaben Lernatmosphäre schaffen
Aufs Klima kommt es an Was Eltern bei allem Einsatz und guten Willen nicht vergessen dürfen: Mit Ruhe und Geduld erreichen sie mehr als mit Zwang und Druck, Verständnis und Lob führen eher zum Ziel als Zweifel und Kritik. Kurzum: Ist die Lernatmosphäre zwischen Ihnen und Ihrem Kind von Freundlichkeit und Respekt geprägt, lassen sich vorhandene Probleme viel leichter lösen als unter Stress. Wird diese Grundregel verletzt, schnappt die Hausaufgabenfalle zu: Hilfsangebote stoßen auf Widerstand, ein Wort gibt das andere, Missverständnisse, Angst und Unsicherheit führen zu Denkblockaden, Vorwürfen und Wut.
Damit es erst gar nicht so weit kommt, hier ein paar Tipps, wie Sie mit schwierigen Situationen bei Schulaufgaben am besten umgehen:
- Ihr Kind weiß nicht, was es aufhat: Versuchen Sie zu rekonstruieren, was in der Schule dran war und wann die Hausaufgaben gestellt worden sein könnten. Als Soforthilfe kann auch ein Mitschüler angerufen werden. Langfristig verspricht ein Heft für Hausaufgaben den größten Erfolg.
- Ihr Kind will nicht alleine arbeiten: Ursache ist oft ein zu hoher Erwartungsdruck. Der sollte abgebaut werden, indem auch nicht ganz perfekte Ergebnisse anerkannt werden. Das fördert die Freude am selbstständigen Arbeiten.
- Ihr Kind schiebt die Aufgaben vor sich her: Vereinbaren Sie eine feste Zeiten für die Hausaufgaben. Wenn sich das Kind nach einmaliger Erinnerung nicht daran hält, muss er die Konsequenzen (Lernen am Abend bzw. nicht gemachte Hausaufgaben) selbst tragen. Die Methode verlangt Zurückhaltung und Geduld, zahlt sich aber aus, weil spätestens die Reaktion der Lehrer dem Kind klar macht, dass es sich selbst und nicht den Eltern einen Dienst erweist, wenn es seine Hausaufgaben rasch und gründlich erledigt.
- Ihr Kind verliert leicht die Übersicht und ist unkonzentriert: Erstellen Sie einen Wochenplan, in dem alle Schulaufgaben verzeichnet sind. Entscheiden Sie dann gemeinsam mit Ihrem Kind, was bis zum nächsten Tag zu erledigen ist und was noch ein wenig warten kann. Kann sich Ihr Kind nicht konzentrieren, räumen Sie alles weg, was es ablenken könnte. Bei anhaltenden Konzentrationsstörungen sollten Sie ruhig Ihren Kinderarzt zu Rate ziehen.
- Ihr Kind braucht zu lange: Viele Kinder sichern sich durch Trödeln Zuwendung, können aber bei Bedarf (z.B. bei einer Geburtstagseinladung) schnell arbeiten. Tipp: Steigen Sie aus dem Spielchen aus. Helfen Sie Ihrem Kind nur für bestimmte Zeit und erklären Sie ihm, dass es bei seiner Arbeitsweise wenig Zeit zum Spielen hat.
Kleiner Trost zum Schluss: Mit der flächendeckenden Einführung der Ganztagsschule erledigt sich das Problem der Hausaufgabenhilfe teilweise bald von selbst.