Lernhemmungen und eine nach unten zeigende Leistungsspirale sind nicht
nur für Kinder mit erheblichem Stress verbunden, sondern stellen auch für Eltern eine große Belastung und Herausforderung dar. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, dem Kind das Zutrauen in die eigene Lernfähigkeit zurückzugeben.
Verzichten Sie bei schulischen Misserfolgen und schlechten Noten auf entmutigende Kommentare wie „Als hätte ich es geahnt“ oder „Wird das denn nie besser?“. Im Gegenteil: Stärken Sie das Selbstwertgefühl Ihres Kindes, wann immer es angebracht ist. Betonen Sie seine Stärken und stellen Sie ihm den Erfolg in Aussicht.
„Ihr Kind muss spüren, dass Sie hinter ihm stehen“, sagt der Lerntherapeut Joachim Hackler und fordert Eltern auf, ihrem Nachwuchs den Glauben an sich selbst zurückzugeben: „Seien Sie ehrgeizig. Finden Sie selbst beim schlechtesten Diktat noch etwas, das Sie - natürlich glaubhaft für beide - würdigen können.“ Dann, so der Experte, entwickeln Kinder fast wie von selbst wieder das Selbstvertrauen, das für motiviertes und erfolgreiches Lernen so unglaublich wichtig ist.
Auch Lukas wird bald die Kurve kriegen. Seine Mutter freut sich schon darauf, wieder sagen zu können: „Herzlichen Glückwunsch zu deiner guten Note! Siehst du, du hast dich genau richtig vorbereitet.“ Natürlich wird sie schon jetzt jeden kleinen Fortschritt würdigen. Denn wie sagt Hackler: „Manche Kinder haben ein Lob dann am nötigsten, wenn sie es scheinbar am wenigsten verdient haben.“

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