Schulnoten-Typen: Das Frust-Kind

Typ 4: der frustrierte Schüler. Dieser Typ lässt sich sehr schnell von schlechten Noten demotivieren und steckt leicht den Kopf in den Sand. Hier sind Eltern ganz besonders gefragt, damit Ihr Kind den Spaß am Lernen nicht gänzlich verliert. Das hilft:


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Schulnoten können frustrieren: vor allem diesen Schüler-Typen.


© Thinkstock
Das Frust-Kind


Manche Schüler verzweifeln an ihren schlechten Leistungen, sind frustriert, wenn es nicht besser wird und verlieren so den Spaß am Lernen. Sie akzeptieren nicht die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Ina Kleindienst aus Rostock ist eine Vertreterin dieser Schüler-Spezies. In der Grundschule kam sie noch mit guten Zensuren nach Hause. Doch mittlerweile werden ihre Leistungen immer schlechter. „Ich verlange ja nicht, dass sie eine Musterschülerin wird. Aber heute bin ich schon froh, wenn sie mal eine 3 anbringt“, stöhnt ihre Mutter Anke. Sie sieht die Probleme vor allem in der Lernfaulheit ihrer Tochter. In Fächern, in denen keine Verbesserung eintritt, hat Ina resigniert und unternimmt auch keine Anstrengungen zur Verbesserung. Zum Beispiel in Biologie. Da steht das sonst so aufgeweckte Kind auf 5 und gilt inzwischen als versetzungsgefährdet. Spricht Inas Mutter sie darauf an, bekommt sie aber nur frustriert zu hören: „Wozu brauche ich schon Biologie?“

Experten-Fazit:
Wie in einem Teufelskreis fühlen sich diese Kinder gefangen. Bei schlechten Noten stecken sie den Kopf in den Sand, fühlen sich als Versager und werden immer handlungsunfähiger. Für Schüler mit Lernschwierigkeiten ist das fatal. Dabei gibt es keinen Grund, sich als Versager zu fühlen. Denn wer sich Mühe gibt und sein Bestes versucht, braucht sich nicht zu schämen. Entscheidend ist eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und eine positive Einstellung zu sich selbst. Ruhiger wird solch ein Schüler erst, wenn er von sich sagt: „Ich habe alles getan - mehr ist nicht drin!“

Tipps für die Eltern:
Erwarten Sie von Ihrem Kind nur Schulnoten, die es auch wirklich schaffen kann. Verlangen Sie nicht zu viel. Picken Sie nicht nur die Fehler heraus, sondern motivieren Sie Ihr Kind, indem Sie es beispielsweise mal zu einem Thema abfragen. Für alles, was es weiß, bekommt es ein Lob: „Siehst du, du kannst es doch. Du musst dich manchmal nur auf den Hosenboden setzen. Und wenn du statt der 4 eine 3 schaffst, lass ich mir was Schönes für dich einfallen.“ Trennen Sie auch die Freude am Lernen von den schulischen Leistungen. Das heißt: Vermitteln Sie ihm Freude beispielsweise an einem Buch, einem Referat, an naturwissenschaftlichen Experimenten, an sportlicher Betätigung. Loben Sie Ihr Kind für jeden Lernfortschritt. Sagen Sie ihm, dass es stolz auf sich sein kann.