EINSCHULUNG
Schulstart: Die Veränderungen für Ihr Kind

Durch die Einschulung wird sich im Leben Ihres Kindes alles ändern. Damit Sie sich auf die Veränderungen durch die Einschulung einstellen können, haben wir hier eine Liste für Sie zusammengestellt:
- Neue Tages- und Zeitabläufe durch die Einschulung: Anders als im Kindergarten muss der kleine Schulanfänger jetzt so aufstehen, dass er pünktlich zum Unterrichtsbeginn in der Schule ist. Und unabhängig davon, ob es ihm Spaß macht oder nicht, ob er früher aufhören möchte oder sich noch länger in eine Sache vertiefen will: Die Schulstunden dauern 45 Minuten, und auch die Hausaufgaben gehören jetzt gewissermaßen zur „Arbeitszeit“. Erst wenn alles erledigt ist, beginnt die - ebenso wichtige - Freizeit.
- Andere Räume durch die Einschulung: Im Gegensatz zum Kindergarten wirken Klassenzimmer meist nüchtern und schmucklos - bis Kinder und Lehrerin sie nach und nach mit selbst gemalten und gebastelten Schülerarbeiten, Pflanzen, Fotos etc. dekorieren. Auch der regelmäßige Aufenthalt auf dem von vielen Kindern unterschiedlichen Alters bevölkerten Pausenhof ist für Ihr Kind anfangs ungewohnt.
- Vorgegebene Lern- und Arbeitsbedingungen: Im Kindergarten konnte sich Ihr Kind vorwiegend mit dem beschäftigen, wofür es sich gerade interessierte. Jetzt, mit Eintritt in die Schule, beginnt das von der Lehrerin vorgegebene, systematische und im Gleichklang mit anderen organisierte Lernen und Arbeiten.
- Eingeschränkter Handlungsspielraum durch die Einschulung: Stärker als im Kindergarten, wo sich die Kleinen unbeobachtet in eine Spiel- oder Bastelecke zurückziehen können, sind die Kinder jetzt dem kontrollierenden Blick der Lehrerin ausgesetzt. Regeln und Verpflichtungen wie Hausaufgaben schränken Ihr Kind auch am Nachmittag ein.
- Neues Verhältnis zu Gleichaltrigen und Erwachsenen: Gilt für die Beziehungen der Kindergartenkinder untereinander das Prinzip der Freiwilligkeit, so zeichnen sich die Kontakte zwischen Klassenkameraden durch eine deutlich höhere Verbindlichkeit aus. Auch steht mehreren erwachsenen Bezugspersonen in der Kindergartengruppe (Erzieherin, Helferin, Praktikantin) in der Klasse eine einzige Lehrerin gegenüber. Organisierte Gruppen- und Teamarbeit sowie die Fixierung auf nur einen Erwachsenen lösen das flexible Beziehungsgeflecht des Kindergartens ab.