Tipps: So werden Kinder trocken

Wir geben Ihnen praktische Tipps dazu, wie trocken werden geübt werden kann und wann Sie sich an einen Kinderarzt wenden sollten.


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Der Garten zum Üben nutzen


"Falls es nicht gelingt, bitte nicht tadeln oder gar schimpfen“, sagt Dr. Helmut Niederhoff. Alles weitere ergibt sich von selbst - und „bisher hat das noch fast jedes Kind hinbekommen“.

Am besten lässt sich trocken werden im Sommer üben: Die warmen Temperaturen sind optimal, um den Sohn oder die Tochter „unten ohne“ im Garten spielen zu lassen und der sichtbare „Erfolg“ verdeutlicht den Zusammenhang zwischen dem Druckgefühl in der Blase und dem Wasserlassen.

Trocken werden: Kind im Garten


© Thinkstock

So werden Kinder trocken
  • 1 / 7
    Vorbild sein

    Kinder sind neugierig und wollen alles nachmachen, was sie bei älteren Geschwistern und den Eltern sehen - inklusive dem Gang zur Toilette. Wenn es will, sollten Sie das Kleinkind mit aufs stille Örtchen nehmen.

  • 2 / 7
    Auf Signale achten

    Ihr Kind zeigt Ihnen, wann es reif ist, trocken zu werden. Typische Anzeichen: das Kind trippelt, fasst sich an die Windel, zeigt auf die Toilette, öffnet die Tür zum WC, verzieht das Gesicht, wird unruhig oder sagt einfach, dass es mal muss. Vor dem Auftauchen dieser Signale macht es keinen Sinn, sein Kind zum „Töpfchen“ zu erziehen.

  • 3 / 7
    Die richtigen Hilfsmittel

    Töpfchen in Tier- oder Autoform und Toilettenaufsätze mit kleiner Treppe sind geeignete Hilfsmittel. Bei einem Töpfchen ist es wichtig, dass es nicht irgendwo in der Wohnung benutzt wird, sondern im Bad - so gewöhnt sich Ihr Kind von Anfang an, dorthin zu gehen, wenn es mal muss. Loben Sie Ihr Kind, wenn es Platz genommen hat; es ist eine große Leistung, den Harndrang bewusst wahrzunehmen, sich zu melden und mit dem Gang aufs Klo in Verbindung zu bringen.

  • 4 / 7
    Zur Probe

    Das Kind sollte immer wieder tagsüber aufs Töpfchen gesetzt werden; aber nur dann, wenn sich abschätzen lässt, dass die Blase voll ist, rät der Kinderarzt Dr. Niederhoff.

  • 5 / 7
    Am Tag und in der Nacht

    Zuerst werden Kinder tagsüber trocken; nachts sollte die Windel am Anfang noch anbleiben. Ist sie etwa zwei Wochen lang nachts trocken geblieben, können Sie sie weglassen. Zwischen Matratze und Bettbezug gehört dann ein wasserfester Schutz. Direkt vor dem Zubettgehen auf jeden Fall nochmals aufs Töpfchen gehen lassen!

  • 6 / 7
    Eroberung der Toilette

    Wenn sich der Gang aufs Töpfchen eingespielt hat, ist als Nächstes die „richtige“ Toilette dran. Am Anfang braucht das Kind dabei vielleicht noch etwas tatkräftige Hilfe; bald wird sie nicht mehr nötig sein. Ein Toilettenaufsatz oder ein rutschfester Schemel erleichtern den Aufstieg.

  • 7 / 7
    Ein Malheur?

    Überhaupt kein Problem, das passiert jedem Kind mal. Also bitte nicht schimpfen oder tadeln, wenn die Hose einmal nass ist. Das gehört zur Umstellung meistens dazu.



Kind noch nicht trocken? Wann Sie zum Kinderarzt gehen sollten:
Als Eltern macht man sich schnell Sorgen, wenn das Kind im Kindergartenalter ab und zu eine Windel braucht. Aber: „Im Alter von fünf Jahren sind nur etwa 90 Prozent aller Kinder trocken“, sagt der Kinderarzt Dr. Helmut Niederhoff. „Erst wenn das Einnässen in der Nacht oder am Tag bis zu Beginn des Schulalters anhält, sollten Eltern die Situation mit ihrem Arzt besprechen“, rät Experte Niederhoff.

In diesen seltenen Fällen klärt der Kinderarzt ab, ob körperliche Ursachen vorliegen. Dann kann er, oft auch mithilfe eines Kinderpsychologen, ein systematisches Blasentraining beginnen. Niederhoff: „Dazu gibt es Methoden, die sich über einige Wochen erstrecken und sich sehr bewährt haben.“


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