Tipps für den Übergang von Windel zu Töpfchen

Wir geben Ihnen Tipps für den Übergang von der Windel zum Töpfchen.


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Nachts noch eine Windel


Oft gelingt der Übergang ganz leicht, wenn die Zeit reif ist, wie bei der zweijährigen Emma. Zuerst hat sie gelernt, ihre Windel selbst auszuziehen, wenn es ihr passte. Und dann dachte sich ihre Mutter Linda (24), 'Gut, lassen wir sie weg':"Aber du musst auch wirklich Bescheid geben, meinte ich zu Emma. Sie hat es zwar versprochen, aber es anfangs nicht getan. Drei Tage hat sie in die Hose gemacht und dann hat sie es begriffen. Jetzt kommt das nur noch sehr, sehr selten vor, fast immer sagt sie jetzt Bescheid".


Nachts darf ruhig noch eine Windel dran

Nachts darf ruhig die Windel dran.


© Thinkstock
Wie die meisten kleineren Kinder hat sie nachts noch eine Windel an, weil es so aufwendig ist, das Bett sauber zu machen. Aber auch die braucht Emma kaum: "Sie merkt fast immer, wenn sie mal muss. Emma wird wach und ruft: 'Pieschi, pieschi', und dann schaffen wir es bis aufs Klo."

Ein so zuverlässiges Blasengefühl ist die Ausnahme - bei den meisten Kindern dauert es noch etwas länger, bis sie auch "nachtfest" sind, denn der Schlaf kann so tief sein, dass nicht einmal ein Pfützchen sie weckt. Wenn die Nachtwindel also noch für eine ganze Weile bleibt, ist das kein Drama und Eltern sollten es unbedingt vermeiden, Empörung oder gar übermäßige Erregung zu zeigen. Tatsächlich ist keine Schuld oder Nachlässigkeit des Kindes im Spiel. Und psychischer Druck und Stress machen das Problem nach aller Erfahrung schlimmer.
Töpfchen oder Toilettensitz?

Das ist tatsächlich eine reine Geschmacksfrage. Bequemer ist es für Eltern natürlich, wenn sie auch die "großen Geschäfte" einfach dem Wasserschwall der Toilette überlassen können. Und auch das Abputzen geht in Klo-Höhe leichter als auf dem Töpfchen. Andererseits ist es "mein Töpfchen", ein privates Refugium, das dem Kind allein gehört und tatsächlich lieb gewonnen wird - so merkwürdig das auch erscheinen mag. Hier hilft einfach ausprobieren.

Windeln für den Notfall parat halten
Wichtig ist vor allem, für die Zeit des Übergangs Gelassenheit zu bewahren. Es wird Niederlagen geben und Pfützchen und sie sind alle kein Drama. Das Trocken werden ist nicht so einfach, wie wir denken, denn all die beteiligten Muskeln und Nerven müssen sich erst einspielen. Ablenkung und Aufregung können da noch lange Störungen verursachen.

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Deshalb ist es klug, die Not-Windel noch für einige Monate dabei zu haben, gerade, wenn es in eine fremde Umgebung geht. Denn dort fällt erfahrungsgemäß alles schwerer: Viele Kinder möchten zum Beispiel nicht auf ein großes, fremdes Klo und halten dann so lange ein, bis nichts mehr geht und es zur Verstopfung kommt. Andere nutzen Windeln gern als Mobiltoilette - statt "Papa, ich muss aufs Klo" lautet ihr Motto "Eine Windel bitte". Und die kann dann nach 10 Minuten in den Müll.


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