Über die Haut beginnt Köperwahrnehmung bei Kindern


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Über die Haut beginnt Köperwahrnehmung bei Kindern

Dabei steht - zumindest in der frühen Kindheit - die Haut ganz oben in der Rangordnung der Sinnesorgane. Denn anders als die „Fernsinne“ Sehen und Hören, bedeutet Haut Nähe, Wärme, Geborgenheit. Über den Kontakt mit dem Körper der Eltern wird dem Kind immer wieder versichert: Hier ist jemand, der dich schützt, der dich tröstet und bei dem es sich wohlig kuscheln lässt. So entwickelt das Kind ein Grundvertrauen in seine Eltern - und es bekommt Vertrauen in sich selbst. Dabei brauchen Eltern keine Bedenken zu haben, sie könnten ihr Kind durch zu viel liebevolle Zuwendung verwöhnen. Im Gegenteil: Die Haut des Kindes braucht Zärtlichkeit, sie braucht das „Vitamin Z“ - sei es in Form des alltäglichen liebevollen Umgangs miteinander, z.B. beim Stillen oder Wickeln, oder in Gestalt gezielter körperlicher Zuwendung durch Massagen, Streichelspiele oder das „Krabbel-Stündchen“ vor dem Einschlafen. Wichtig ist allein, dass das Kind spürt: Das ist mein Körper - und in dem fühle ich mich richtig wohl. Ein gutes Körpergefühl entwickeln Kinder auch, indem sie aktiv sind, sich ausgiebig - und manchmal bis zur Erschöpfung - bewegen und ihre Sinnenlust ungebremst ausleben. Alles kosten, an allem riechen, alles anfassen, sich in einer Blumenwiese wälzen, rennen, toben, kreischen, schmusen, sich drehen, spielen; all das vermittelt Kindern ein positives Körpergefühl - und lehrt sie Geschicklichkeit und dass sie die Verfügungsgewalt über ihren Körper haben. Die Aufgabe der Eltern besteht dabei vornehmlich darin, ihrem Kind einen unbefangenen Umgang mit seinem Körper zu ermöglichen. Darüber hinaus können Eltern die Körperwahrnehmung ihres Kindes schärfen, indem sie es z.B. dazu ermuntern, auf seine Empfindungen zu achten und ihm Fragen stellen wie: „Warum schmeckt dir gerade Zitroneneis so gut?“ Oder: „Ist dir kalt?“