Wann Ihr Kind reif für die Schule ist

Wann ein Kind seine Schulfähigkeit erreicht, ist ganz unterschiedlich. Inzwischen erleichtern flexible Regelungen sowohl Frühstartern als auch Spätzündern einen erfolgreichen Schulbeginn. Hier können Sie außerdem testen, ob Ihr Kind die Schulfähigkeit bereits besitzt.


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Hat mein Kind schon die Schulfähigkeit?


Einschulung mit 5 Jahren im Trend


Viele Kinder sind am Stichtag erst 5 Jahre alt, werden aber auf Wunsch ihrer Eltern früher eingeschult -  Schulfähigkeit hin oder her. Ein deutlicher Trend in Deutschland. Der Erziehungswissenschaftler Peter Struck führt ihn unter anderem darauf zurück, dass es immer mehr früh geförderte Kinder gibt: „Mädchen sind heute außerordentlich oft mit fünf Jahren schulreif, Jungen nicht ganz so häufig." Auch Bildungs- und internationale Vergleichsstudien legen einen früheren Schulstart nahe. Die Folge: Viele Bundesländer lockern die Einschulungsbestimmungen, erweitern die Stichtagsregelungen oder machen gar zwei Einschulungstermine pro Jahr möglich.

Wir belegeiten Clara: Clara wird als sogenanntes „Muss-Kind", sie ist zum Stichtag bereits 6 Jahre alt, automatisch von der nächstgelegenen Grundschule zum Vorstellungstermin eingeladen. Eltern von „Kann-Kindern“ (in den meisten Bundesländern Kinder, die bis zum Jahresende 6 Jahre alt werden) oder „Darf-Kindern“ (Kinder, die erst im Folgejahr 6 Jahre alt werden) müssen dagegen die Einschulung aktiv vorantreiben. Oft genügt ein formloser Antrag bei der zuständigen Grundschule. Je nach Alter des Kindes und Bundesland sind zusätzlich Beurteilungen von Kinderärzten, Schulärzten oder sogar Schulpsychologen nötig, um einen vorzeitigen Start durchzusetzen. Ein Anruf bei der Grundschule oder beim Schulamt klärt den bürokratischen Ablauf.

Erster Schultag

Reif für die Schule?
Aber woran können Eltern wirklich erkennen, ob ihr Kind reif für die Schule ist? Wackelnde Milchzähne allein sind ja schon lange kein Indiz mehr für Schulreife. Heute gibt es bessere, ganzheitlichere Kriterien. Bei Claras Vorstellungstermin versuchte ihr zukünftiger Schulleiter, diese Fähigkeiten zu checken. Das sah - verkürzt - so aus:

Der Schulleiter fragte Clara, ob sie einen Kindergarten besuche, und Clara erklärte kess, dass sie dort sogar zu den „Bestimmern“ gehöre und „den kleinen Pupsnasen“ beim Rausgehen immer in die Schuhe und Jacken helfen müsse. Danach spricht der Direktor kurz mit Claras Eltern. Er möchte die Familie kennen lernen: Familienstand, Geschwister etc. Der Direktor fragt außerdem, wie Claras U9 gelaufen sei. Derweil saß Clara souverän und für ihre Verhältnisse recht ruhig neben ihren Eltern, malte dem netten Mann ein farbenfrohes Haus-Baum-Wolke-Sonne-Schmetterling-Bild - und wurde schließlich für schulfähig erklärt.


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