Was Kindheit unbeschwert macht

Was die Kindheit leicht und fröhlich macht, wie dieses Glück von Dauer sein kann und warum Ernsthaftigkeit nicht nur für Eltern immer dazugehört.


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Kindheit: Was Kindheit unbeschwert macht




Eine erste Bestandsaufnahme zur unbeschwerten Kindheit fördert eine ungeahnt frohe Botschaft zutage: Die meisten Kinder in Deutschland fühlen sich in Familie und Freundeskreis wohl, wie eine Studie des Deutschen Jugendinstitutes in München belegt. Danach haben die meisten Kinder ein ausgesprochen positives Bild von sich: Fast alle Sechs- bis Neunjährigen finden sich selbst „okay“ und sind meist gut gelaunt und glücklich. Sie erleben sich als sozial aufgeschlossen, probieren gerne etwas Neues aus, lernen gerne neue Kinder kennen und haben viele Ideen. Sehr erfreulich! Umso wichtiger zu erfahren: Was genau macht Kinderheit unbeschwert?

Liebe der Eltern macht Kindheit glücklich

Elternliebe ist die Basis für eine glückliche Kindheit.  „Das Kind muss spüren, dass es in einer sicher gebundenen Beziehung lebt. Nur wer von seinen Eltern Liebe, Rückhalt und Geborgenheit erfährt, traut sich etwas zu im Leben und kann auch schwierige Lagen meistern", sagt Prof. Michael Schulte-Markwort, Kinderpsychologe und Leiter der Kinder- und Jugendpsychosomatik am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Was neben der Elternliebe eine glückliche Kindheit emotional ausmacht
  • Gegenseitig Wert schätzen:  Gegenseitige Wertschätzung zu einer gesunden Eltern-Kind-Beziehung, betont Prof. Dietrich Petersen, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie aus Bremen: „Nur wer von anderen wertgeschätzt wird, entwickelt ein stabiles Gefühl vom eigenen Wert.“ Das Erleben der eigenen Wertigkeit, vermittelt zunächst durch den Respekt und die Achtung der Bezugspersonen in der Kindheit, später aufgrund ihrer eigenen Kompetenz, schaffe bei Kindern ein Bewusstsein für ihr Selbst.
  • Rückhalt schenken: Natürlich wollen die meisten Eltern ihre Kinder in der Kindheitvor allem Schlechten bewahren. Trotzdem müssen Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen, auch negative. „Muten Sie Ihrem Kind auch mal was zu“, rät Schulte-Markwort. „Schenken Sie ihm die Sicherheit und Geborgenheit, die es braucht, aber räumen Sie ihm ebenso den Spielraum ein, sich auszuprobieren - auch in schwierigeren Lagen.“
  • Sich auf Eltern in der Kindheit verlassen: Kinder, die wüssten, dass sie sich auf ihre Eltern voll und ganz verlassen könnten, gingen selbstbewusster und unbeschwerter durchs Leben und würden in Konfliktsituationen nicht verzagen. Das bestätigt auch Prof. Dietrich Petersen: „Glückliche Kinder sind in der Regel selbstbewusster, selbstbewusste Kinder oftmals glücklicher.“





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