Was kostet Tennis?

Viele Eltern schrecken vor den Kosten des vermeintlich teuren Hobbys Tennis zurück. Wir verraten Ihnen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, geben Tipps, um diese gering zu halten und verraten. wie der Tennis-Unterricht aussehen könnte


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Wie sieht das Tennis-Training aus?


An erster Stelle steht beim Kinder-Tennisunterricht das Vermitteln von Koordination (nicht nur) im Umgang mit Schläger und Ball. Dazu dienen zum Beispiel Werf- und Fangübungen sowie Dribbeln oder „Eierlaufen“ mit Schläger und Ball. Aber auch Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit werden trainiert. Später dann wird ein größerer Fokus auf das Techniktraining gelegt. Das heißt, es werden Schlagtechniken gelernt, geübt und verfeinert.

Tennistraining mit Kindern

Spielerisch wird im Tennisunterricht die Koordination trainiert.


© Thinkstock
In vielen Vereinen können Kinder dann das „Kindertennis-Sportabzeichen“ machen, das vom Deutschen Tennis Bund (DTB) entwickelt wurde, um tennisbegeisterten Kindern früh Erfolgserlebnisse zu vermitteln und sie ihre Motivation zum Tennisspielen weiter zu steigern.

Wichtig ist, dass das Training von qualifizierten Tennis-LehrerInnen geleitetet wird, die Aus- oder Weiterbildungen im Bereich der Sportpädagogik und der Bewegungslehre haben. Sie werden die Kinder altersgerecht und abwechslungsreich trainieren, damit der Spaß am Sport nicht verloren geht. Außerdem achten professionell ausgebildete TrainerInnen von Beginn an darauf, dass Ihr Kind seinen Körper beim Tennisspielen nicht falsch belastet. Sie verhindern so Verletzungen und etwaige Fehlentwicklungen durch eine zu einseitige Beanspruchung der Muskulatur, Sehnen und Bänder.
Besuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind vor der Anmeldung zum Tenniskurs nach Möglichkeit ein Probetraining. So finden Sie heraus, ob Ihr Kind etwas mit dem Sport anfangen kann, oder ob es gar keinen Spaß am Spiel mit Schläger und Ball hat.
Was kostet Tennis?
Tennis hat den Ruf des „Reichen-Sports“. Aber ist Tennis wirklich so teuer? Zumindest was die Ausrüstung angeht, lohnt sich der Preisvergleich in den Sportgeschäften um etwas Geld zu sparen.


Tennislehrer trainiert kleinen Jungen

Professioneller Tennisunterricht ist nicht ganz günstig.


© Thinkstock
Ihr Kind benötigt zum Beispiel zwei Paar Tennisschuhe, einmal für draußen und einmal für die Halle. Ordentliche Tennisschuhe können da zwischen 30 und 50 Euro aufwärts kosten. Spezielle Tenniskleidung bedarf es in der Regel nicht, oft reichen zunächst einfache Sportsachen in kurz und lang. Tennisschläger für Kinder liegen preislich zwischen 20 und 80 Euro. Fragen Sie vor der Anschaffung am besten direkt beim Trainer bzw. der Trainerin nach, ob er/sie bestimmte Marken und Eigenschaften empfehlen kann. Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, sich direkt beim Sportverein einen Schläger auszuleihen oder gebraucht zu kaufen.

Um Schläger, Schuhe und Kleidung zu transportieren lohnt sich der Kauf eines Tennis-Rucksacks. Halten Sie im Sportgeschäft oder im Internet Ausschau nach älteren Modellen, die sind in der Regel ein wenig günstiger als topaktuelle Taschen.

Die größten Kosten verursacht der Tennisunterricht an sich. Im Regelfall bezahlen Sie den Unterricht pro Trainingsstunde, die zwischen 45 und 60 Minuten dauern kann und ein- bis zweimal pro Woche stattfindet. Pro Trainingseinheit müssen Sie mit ca. 15 bis 40 Euro rechnen, wobei hier etwaige Extrakosten wie Platz-/Hallenmiete usw. inklusive sein sollten. Je nach Preis der Einzelstunde und Häufigkeit des Trainings können also Kosten zwischen 60 und 320 Euro pro Monat für den Tennisunterricht auf Sie zukommen.

Tipps für Eltern von sportinteressierten Kindern
  • 1 / 8
    Schnuppertraining

    Bevor Sie Ihr Kind im Verein anmelden, besuchen Sie ein Schnuppertraining, bei dem Sie TrainerInnen und BetreuerInnen kennenlernen. Erkundigen Sie sich nach den Zielen des Trainings und den Trainingsmethoden. Denken Sie daran, dass junge Kinder noch  kein hartes Training absolvieren können, sondern vor allem spielerisch an den Sport herangeführt werden sollten.

  • 2 / 8
    Hat Ihr Kind auch wirklich Lust auf den Sport?

    Vermutlich merken Sie Ihrem Kind schnell an, ob es den Sport mag oder nicht. Manchmal gibt es kleine Tiefs, die überwunden werden müssen und wobei Sie Ihr Kind unterstützen sollten.  Aber wenn Ihr Kind grundsätzlich keine Leidenschaft für den Sport aufbringen kann, zwingen Sie es nicht, es trotzdem zu versuchen oder weiter zu machen, nur weil Sie den Sport als gut für Ihr Kind erachten. Suchen Sie gemeinsam nach einer Lösung. Vielleicht hilft ja ein Vereinswechsel? Oder Sie probieren eine ganz andere Sportart aus.

  • 3 / 8
    Regelmäßiges Training

    Halten Sie Ihr Kind zum regelmäßigen Training an. Ab und zu lässt der innere Schweinehund die Lust zum Training schwinden, obwohl Ihr Kind den Sport gerne macht. Planen Sie die Trainingszeiten fest in Ihren Wochenplan ein und sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind rechtzeitig zum Training erscheint.

  • 4 / 8
    Schule kommt vor dem Sport

    Achten Sie darauf, dass an erster Stelle immer die Schule steht. Die Hausaufgaben und das Lernen dürfen dem Sport nicht hintenanstehen, sondern sollten wenn möglich noch vor dem Training erledigt werden.

  • 5 / 8
    Kinder brauchen auch mal Freizeit

    Auch wenn Sport für viele Kinder ein schönes Hobby ist, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind auch genügend Freizeit außerhalb des Sports hat, um mit Freunden zu spielen oder auch anderen Hobbys nachzugehen.

  • 6 / 8
    Sensibler Umgang mit Niederlagen

    Gerade im Junioren-Bereich sind niederschmetternde Ergebnisse nach Pflichtspielen oder Prüfungen keine Seltenheit. Bauen Sie Ihr Kind dann auf, aber üben Sie keinen Druck aus. Ihr Kind darf nicht das Gefühl bekommen, dass Sie enttäuscht von ihm sind und es versagt hat. Solange es noch Spaß am Sport hat und Fortschritte in seinen Leistungen erkennt, wird es sich auch wieder aufrappeln können.

  • 7 / 8
    Interesse zeigen

    Zeigen Sie Interesse am Sport Ihres Kindes. Besuchen Sie Spiele, Wettkämpfe oder Aufführungen und zeigen Sie ihm, dass Sie stolz auf seine Leistungen sind.

  • 8 / 8
    Viel trinken

    Achten Sie darauf, dass Ihr Kind während des Trainings und danach ausreichend trinkt um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Geben Sie ihm genügend Trinken mit zum Sport. Am besten eignet sich dafür stilles Wasser. Professionelle TrainerInnen halten die Kinder auch zwischen den einzelnen Übungen zum Trinken an. Lesen Sie mehr: Wieviel sollten Kinder trinken?



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