Wie Kinder Außenseiter werden


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Wie Kinder Außenseiter werden

Es sind zwei Merkmale, die Kinder manchmal zu Außenseitern werden lassen:
  • Vor allem anderen sind es körperliche Merkmale. Kleine, vor allem aber übergewichtige Kinder, die kaum Ausstrahlung haben, werden schnell zur Zielscheibe (siehe auch "Mobbing"). Selbstbewusstsein vermittelt sich über Körperbewusstsein. Fühlen sich Kinder nicht wohl in ihrer Haut, spüren andere Kinder das sehr genau. Haben Kinder keinen Standpunkt - und dies ist körperbezogen gemeint -, werden sie schneller umgehauen, oder es haut sie schneller um.
  • Kinder werden von Gleichaltrigen aber auch abgelehnt, wenn sie zu selbstbezogen, herrschsüchtig und unsozial sind.
„Kann ich etwas dafür tun“, fragt eine Mutter, „dass mein Kind nicht zum Außenseiter wird, dass es Freunde findet, Freundschaften knüpft?“ Und eine andere will wissen, welche Eigenschaften es denn sind, die ein Kind beliebt oder unbeliebt werden lassen. Kinder und Freunde Zweifellos haben ein umsorgender Erziehungsstil, ein freundliches Erziehungsklima innerhalb der Familie förderliche Auswirkungen auf die Beziehungs- und Freundschaftsfähigkeit von Kindern. Doch wohlgemerkt: Kinder sind ausgesprochen unterschiedlich. Während der siebenjährige Tobias ständig neue Freunde hat, sie so häufig wechselt, dass seine Eltern langsam schon den Überblick verlieren, hat die gleichaltrige Antonia nur eine beste Freundin. Während der sechsjährige Markus vier Freunde hat, die sich jeden Tag auf dem Spielplatz treffen, sitzt die achtjährige Maike allein in ihrem Zimmer, liest, malt, denkt nach und führt ein Tagebuch. Jedes Kind braucht eine ganz individuelle Anzahl von Freunden: Das introvertierte Kind kommt mit wenigen Freunden aus, ja, es ist sich manchmal selbst genug; das extrovertierte Kind benötigt eine „Fußballmannschaft“, um sich wohlzufühlen. Es ist normal, wenn sich Kinder in Übergangsphasen - und das ist nun mal die Phase zwischen fünf und acht - zurückziehen, auf sich selbst besinnen, für sich allein sein wollen. Wer in dieser Phase ständig dafür sorgt, dass sein Kind den Kontakt zu Freunden aufnimmt, darf sich nicht wundern, dass sich das Kind immer mehr einkapselt.