Zu großer Ehrgeiz bei Eltern ist oft ein Problem


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Zu großer Ehrgeiz bei Eltern ist oft ein Problem

Der Psychologe Rost sagt auch: „Der übergroße Ehrgeiz von Eltern ist oft ein größeres Problem als mangelnder Ehrgeiz von Kindern.“ Denn sind die Erwartungen an ein Kind dauerhaft zu hoch, erlebt es eine doppelte Enttäuschung: Es ist nicht nur unglücklich über sich selbst, sondern auch über diejenigen, die diese Erwartung an das Kind gestellt haben. Vertrauen geht verloren - in die eigenen Kompetenzen und in die Bezugsperson. „Beides erzeugt eine so starke innere Unruhe im Gehirn, dass nichts Neues mehr hinzugelernt werden kann“, sagt der Neurobiologe Hüther. Bemerkenswert: Nicht ehrgeizige Eltern, die viel verlangen und „Druck machen“, haben (langfristig) die erfolgreicheren Kinder, sondern solche, die ihren Kindern Schaffensfreude und heiteres Engagement vorleben - indem sie sich z.B. leidenschaftlich um ihre Rosenzucht kümmern, den besten Käsekuchen der Welt backen oder im Vorstand des örtlichen Tennisvereins tätig sind. Ein inspirierendes Elternhaus bewirkt eben mehr als die immer wieder ausgesprochene Mahnung, sich doch endlich mehr anzustrengen. „Wenn Bildung im Elternhaus einen hohen Stellenwert hat, färbt das auf die Kinder ab“, sagt der Schulpsychologe Norbert Hartmann. Das heißt natürlich nicht, dass Kinder deshalb automatisch ständig Klassenbeste sind. Aber es in ein Kapital, von dem Kinder ein ganzes Leben zehren können.