
Wenn Kinder das Internet entdecken, spielen Eltern dabei eine wichtige Rolle. Worauf Eltern achten sollten, wenn Kinder im Internet online gehen.
Viele zehnjährige Kinder gehen im Internet online und mailen, chatten und googeln so routiniert, wie sie Zähne putzen. Sie schicken E-Cards an Freunde, suchen nach Infos für ihre Hausaufgaben, hören Songs ihrer Lieblingsbands oder daddeln einfach auf Spieleseiten herum. 59 Prozent der 6- bis 13-Jährigen sind online; zwei Drittel dieser Kinder gehen mindestens einmal pro Woche ins Internet, 17 Prozent sogar fast täglich. Das ist das Ergebnis der aktuellen KIM-Studie, einer Untersuchung zum Medienumgang von Kindern in Deutschland.
Internet und Computer sind längst schon kein exklusives Spielzeug für Technik-Freaks mehr. Im Gegenteil, in den meisten Haushalten mit Kindern im schulpflichtigen Alter gehören Internet und Computer zum Standard wie Telefon und Toaster. 85 Prozent der befragten Familien haben mittlerweile mindestens ein Computer samt Zugang zum Internet im Haus, so die KIM-Studie; etwa jedes zehnte Kind zwischen 6 und 13 surft sogar vom eigenen Computer aus.
Mit den Zugang zum Internet hat sich allerdings noch etwas in den Familien verbreitet: Unsicherheit. Ab welchem Alter darf mein Kind ins Netz, wie oft und wie lange? Was muss ich ihm zeigen, und was lernt es alleine? Muss ich ständig dabei sein? Und was kann passieren, wenn ich keine Kontrolle ausübe?
Viele Eltern wissen nicht, was sie Kindern in Bezug aufs Internet mit auf den Weg geben können und sollen. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen ist das Internet für die heutige Generation junger Eltern Erziehungsneuland.
Während viele Erwachsene noch immer Berührungsängste haben, klicken Kindereinfach fröhlich drauflos und eignen sich in einem Affenzahn beeindruckendes Know-how an. Selbst Eltern, die seit Jahren gewieft versteigern, bloggen oder chatten, haben in der Regel wenig Vorstellung davon, was in der virtuellen Welt der Kinder im Internetpassiert. Schließlich schwingt eine diffuse Angst mit, verursacht durch Medienberichte, in denen etwa von Belästigungen in Chats die Rede ist. Wie die KIM-Studie belegt, betrachten viele Eltern das Internet für Kinder als gefährlich.

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