Erkältung beim Baby - Therapie
Für Babys ist ein Schnupfen extrem unangenehm. Säuglinge atmen normalerweise nur durch die Nase. Auf Mundatmung umzustellen, fällt ihnen schwer. Schwellen die Schleimhäute in den ohnehin noch engen Atemwegen an, wird das Luftholen für sie sehr anstrengend.
Bei einer Erkältung wird vor allem das Saugen und Trinken an der Brust oder aus der Flasche für das Baby sehr anstrengend. Die Kinder werden unruhig und quengelig. Oft sind Sie hungrig, weil sie durch die eingeschränkte Atmung nicht genug getrunken haben. Husten, Halsweh und Fieber setzen ihnen außerdem zu.
Bei einer Erkältung beim Baby helfen folgende Hausmittel:
- Holundertee: Dafür einen Teelöffel Blüten mit 0,2 l siedend heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und auf Trinktemperatur abgekühlt mit dem Fläschchen geben.
- Viel Trinken: Dies verflüssigt den Schleim
- Zum Freimachen verstopfter Nasengänge: etwas Muttermilch in die Nase tröpfeln.
Weil Babys sich nicht schnäuzen können, muss das Näschen regelmäßig abgewischt werden:
- Ein wenig Vaseline, um die Nasenlöcher verteilt, verhindert das Wundwerden.
- Alternative: Majoranbutter. Wenig Butter schmelzen, 1 TL getrockneten Majoran hinzufügen, kurz ziehen lassen, durchseihen, abkühlen lassen und einreiben.
- Ist die Nase so stark verstopft, dass Ihr Baby beim Stillen keine Luft bekommt, greifen Sie auf Nasentropfen mit physiologischer Kochsalzlösung zurück. Auch ein Nasensauger zum Entfernen des Sekrets bringt Erleichterung.
- Besser schlafen: Damit das Baby besser schlafen kann, schieben Sie ein flaches Kissen oder ein zusammengefaltetes Handtuch unter die Matratze des Kinderbettchens, so dass der Kopf des Babys höher liegt. Das Baby kann dadurch leichter abhusten und bekommt besser Luft.
- Sorgen Sie für höhere Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer! Einfach nasse Tücher in Nähe des Bettchens aufhängen oder eine Schale mit Wasser auf die Heizung stellen. Eltern können die kleinen Patienten auch mit ins Bad nehmen, den Heißwasserhahn aufdrehen und eine Viertelstunde in der feuchtwarmen Luft des selbst errichteten Dampfbades bleiben.
- Gehen Sie mit Ihrem Baby an die frische Luft.
Sind die Kinder jünger als 3 Monate, sollte man generell medizinischen Rat einholen. Liegen folgende Symptome vor, sollten sie auch bei älteren Kindern unbedingt zum Arzt gehen:
- hohes Fieber über 38,5 Grad,
- Trinkverweigerung,
- Schreien,
- extreme Schlappheit,
- Atemprobleme und
- Dauerhusten
Meist bekommen Babys zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat zum 1. Mal eine Erkältung. Bis dahin hält der sogenannte mütterliche Nestschutz gestillten Kindern diverse Krankheitserreger vom Leib. Mit zunehmender Beweglichkeit steckt das Baby aber immer mehr Dinge in den Mund. So steigt das Infektionsrisiko.
Hinweis: Der Text ersetzt keine ärztliche Beratung.
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