Hand-Fuß-Mund-Krankheit beim Kind - Therapie und Vorbeugung
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine Viruserkrankung, die nahezu ausschließlich bei Kindern auftritt, vornehmlich im Alter zwischen 2 und 6 Jahren. Den Namen gaben ihr Mediziner aufgrund ihrer Symptome.
Übertragung und Verlauf
Die Übertragung der Krankheit erfolgt direkt von Mensch zu Mensch, beispielsweise durch Anhusten („Tröpfcheninfektion“). In der Regel verläuft die Krankheit harmlos, die Symptome bilden sich nach acht bis zehn Tagen zurück. In Einzelfällen kam es jedoch zu Todesfällen, weil sich durch die Erkrankung eine Hirnhautentzündung oder eine Herzmuskelentzündung gebildet hat. In Mitteleuropa treten die häufigsten Infektionen im Spätsommer und Herbst auf.
Therapie
Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, lässt sich die Ursache der Hand-Fuß-Mund-Krankheit nicht behandeln. Eine Therapie erfolgt lediglich symptomatisch, beispielsweise durch ein schmerzstillendes Mundgel gegen die Bläschen oder durch fiebersenkende Mittel.
Vorbeugung
Eine Impfung ist nicht möglich, weil es zu viele verschiedene Formen des Virus gibt. Ein erkranktes Kind wird nach Gesundung zwar immun sein gegen ein spezielles Virus, kann aber dennoch erneut an anderen Formen der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erkranken. Weltweit betracht tritt die Erkrankung insbesondere in den Ländern Südostasiens vermehrt auf. Sollten Sie und Ihr Kind in diese Region reisen, ist eine gewisse Hygiene ratsam, die auch zur Vorbeugung anderer Erkrankungen gilt. Dazu zählen eine strikte Handhygiene – gründliches Waschen der Hände, insbesondere vor den Mahlzeiten – und das Kochen von Speisen und Trinkwasser.
Autorin:
Dr. Ursula Weller
Kinderärztin | Oberärztin im Kinderzentrum Bethel (Bielefeld)
www.bethel.de
Januar 2009

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