Arten der Insemination und Kosten

Bei der Insemination unterscheidet man zwischen homologer und heterologer Insemination.


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Homologe und heterologe Insemination


Neben der Art der Behandlungsmethode werden Inseminationen auch noch nach Herkunft des verwendeten Samens unterschieden. Bei der eher üblichen homologen Insemination wird der Frau der Samen des Ehepartners injiziert. Wird, beispielsweise bei Unfruchtbarkeit des Mannes oder bei schweren Erbkrankheiten und Infektionen, ein Spendersamen verwendet, spricht man von heterologer Insemination.

Sicherlich ist die Ausgangslage für eine homologe Insemination sowohl psychisch als auch rechtlich unkomplizierter als bei einer heterologen Insemination. Dennoch ist es Paaren anzuraten, die sich für eine Insemination egal welcher Art entscheiden, die rechtlichen Grundlagen zu beachten.
Rechtliche Voraussetzungen für die Insemination
Neben den körperlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen müssen in Deutschland diese gesetzlichen Bestimmungen zur Durchführung einer Insemination erfüllt sein:

➤ Generell ist eine Behandlung mit gespendetem Sperma bei verheirateten Partnern in Deutschland vom Gesetzgeber derzeit nicht eindeutig geregelt, daher gilt der Behandlungsvertrag als rechtliche Grundlage.

➤ Ein Trauschein ist seit Kurzem kein Muss mehr! Zum 7. Januar 2016 öffnete Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die ursprüngliche Förderrichtlinie " "Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit" auch für Unverheiratete. Mehr dazu: Bund fördert Babyglück auch ohne Trauschein

➤ Eine Insemination von unverheirateten Frauen mit Spendersperma ist in Deutschland nach einer Richtlinie der Bundesärztekammer aktuell nicht möglich. Jedoch in einigen benachbarten EU-Staaten wie Niederlande, Dänemark und Belgien.

➤ Beide Partner müssen mindestens 25 Jahre alt sein. Das zugelassene Höchstalter der Frau für eine Insemination liegt bei 40 Jahren, das Höchstalter des Mannes bei 50 Jahren.

➤ Beide Partner sind HIV-negativ.

➤ Bei der Frau liegt ein Impfschutz gegen Röteln vor.
Die Kosten einer Insemination und was zahlt die Kasse?
Die Kosten pro Behandlung und Zyklus belaufen sich auf etwa 200 Euro für eine Insemination bei Spontanzyklus oder etwa 1.000 Euro für eine Insemination mit hormoneller Stimulation. Die Preise für die Medikamente sind allerdings nicht mit einberechnet. Aufgrund der Erfolgschancen einer Insemination von etwa 15 Prozent pro Behandlungszyklus können mehrere Versuche notwendig sein.

Ungewollte Kinderlosigkeit wird in Deutschland als Krankheit anerkannt. Daher übernehmen die gesetzlichen Kassen seit 2004 folgende Kosten von homologen Inseminationen zu 50 Prozent, wenn die gesetzlichen Grundlagen eingehalten werden und ein vorheriger Behandlungsplan vom Arzt eingereicht wird:

• Acht Inseminationen ohne Hormonstimulation
• Drei Inseminationen mit vorheriger Hormonbehandlung

Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob aus der gleichen Partnerschaft schon vorher bereits ein Kind hervorgegangen ist oder nicht

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