Endlich geschafft: Die Befruchtung

Die eigentliche Befruchtung findet in dem Augenblick statt, in dem die Zellkerne von Spermium und Eizelle miteinander verschmelzen.


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Die siegreiche Samenzelle verliert im Inneren der Eizelle ihr Schwänzchen und der Kopf mit den Erbanlagen treibt auf den Kern der Eizelle zu. Die eigentliche Befruchtung findet in dem Augenblick statt, in dem die Zellkerne von Spermium und Eizelle miteinander verschmelzen. Da sowohl der Samen als auch die Eizelle nur einen halben Satz Chromosomen enthalten, ergibt deren DNA zusammen einen neuen, vollständigen Satz mit 46 menschlichen Chromosomen. Dieser enthält alle Informationen, die für die Bildung eines neuen Menschen notwendig sind.

Sohn oder Tochter? Das Geschlecht bestimmt der Vater

Auch wenn es, neben der strengen Selektion durch die Eizelle, mehr oder weniger dem Zufall überlassen ist, welche Anlagen weitergegeben werden und was das Kind von Mutter oder Vater erbt, eines wird jedoch mit Sicherheit von der männlichen Samenzelle bestimmt: Das Geschlecht. Denn der weibliche Chromosomensatz enthält geschlechtsbestimmend nur X-Chromosomen. Ausschließlich die Spermien des Mannes können entweder mit einem Y- oder einem X-Chromosom dazu beitragen, einen Jungen (XY) oder ein Mädchen (XX) zu zeugen. Neben dem Geschlecht sind zu diesem Zeitpunkt auch bereits wesentliche Merkmale wie Haarfarbe und Blutgruppe des neu entstehenden Menschen festgelegt.
Die letzte Hürde: Wanderung in die Gebärmutter

Die Eizelle ist nun zwar erfolgreich befruchtet, doch eine Schwangerschaft beginnt erst dann, wenn sie sich erfolgreich in die Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat. Noch befindet sich die sogenannte Zygote im Eileiter. Nach einer Ruhezeit von etwa 30 Stunden beginnt diese sich zu teilen. Mit jeder Teilung verdoppelt sich die Anzahl der Zellen in ihrem Inneren. Teilt sich die Eizelle im Übrigen nach der Befruchtung in zwei Zellkerne, entstehen daraus eineiige Zwillinge. Erst etwa vier Tage nach der eigentlichen Befruchtung hat die Zygote das Stadium erreicht, in dem aus ihr die sogenannte Furchungskugel entsteht. Dieser Entwicklungsschritt setzt die Zygote in Bewegung. Nun wandert sie im Normalfall binnen weniger Stunden in die Gebärmutter. Doch auch diese Phase ist nicht ganz unproblematisch. Während ihrer Wanderung kann die kleine Zellkugel sich in den Schleimhautfalten des Eileiters verheddern und stecken bleiben. So kann es zu einer Eileiterschwangerschaft kommen. In den meisten Fällen jedoch schafft es die Zygote wohlbehalten bis in die Gebärmutter und sucht sich dort den idealen Platz für die Einnistung. Hat die Zygote ein hübsches Plätzchen gefunden, teilen sich einige Zellen von ihrer Hülle ab und verankern sich tief in der Gebärmutterschleimhaut. Aus diesen Zellen bildet sich der Mutterkuchen, der das Embryo die nächsten Monate mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Der restliche Zellhaufen löst sich aus der Eihülle und dockt ebenfalls an der Schleimhaut an. Daraus entsteht in den folgenden Tagen und Wochen der Embryo. Jetzt erst, frühestens eine Woche nach dem Geschlechtsverkehr, beginnt die eigentliche Schwangerschaft und Entwicklung des Babys.


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