Erstmals menschliche Stammzellen geklont

Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, menschliche embryonale Stammzellen mithilfe der Klon-Technik herzustellen. Und was bedeutet das? Die Antworten auf drei der wichtigsten Fragen zur Stammzellforschung:


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Was sind Stammzellen eigentlich?


Embryonale Stammzellen sind Alleskönner - aus ihnen kann jedes Gewebe entstehen, das im Körper vorkommt. Egal ob Hautzellen oder Muskel, der Ursprung liegt immer in den Stammzellen. Diese Fähigkeit, sich in alle möglichen Richtungen zu entwickeln, nennt man Omnipotenz.
Wie funktioniert das Klonen überhaupt?
Die Technik des sogenannten somatischen Zellkerntransfers stammt bereits aus den 60iger Jahren. Einfach gesagt funktioniert das Klonen so: Man entnimmt einer Eizelle den Zellkern und damit auch das Erbgut. Im zweiten Schritt wird der Zellkern einer anderen beliebigen Zelle - zum Beispiel eine Nervenzelle - in die Eizelle gesetzt – und diese beginnt nun, sich zu teilen.

Durchbruch in der Stammzellenforschung: Fluch oder Segen?

Durchbruch in der Stammzellenforschung: Fluch oder Segen?


© Thinkstock
Dieser Embryo ist ein Klon der Nervenzelle und gleichzeitig die Basis für weitere Stammzell-Linien, aus denen gezielt die verschiedensten Gewebe erzeugt werden können. Das langfristige Ziel in der Stammzellforschung ist es, Krankheiten wie Parkinson, Multiple Sklerose oder Rückenmarksverletzungen zu heilen.
Kann man jetzt Menschen klonen?
Nein, das ist bisher nicht möglich. Den Vorwurf, die Studie habe dem Klonen von Menschen Tür und Tor geöffnet, weisen die Forscher von sich: "Auch wenn Durchbrüche beim Zellkerntransfer oft zu öffentlichen Diskussionen über die Ethik des Klonens von Menschen führen, ist das überhaupt nicht unser Fokus - und wir glauben auch nicht, dass andere unsere Erkenntnisse nutzen können, um das reproduktive Klonen von Menschen voranzutreiben", sagt der an der Studie beteiligte Wissenschaftler Shoukrat Mitalipov.

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(Mai 2013)



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