In-Vitro-Maturation: Der schonende Weg zum Elternglück

Die In-Vitro-Maturation (IVM) ist eine schonende Methode der künstlichen Befruchtung. Hier erfahren Sie, wie sie abläuft und für wen sie geeignet ist.


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Für das ersehnte Wunschkind nehmen viele Frauen nicht nur seelische, sondern auch körperliche Strapazen auf sich. Denn um mit einer künstlichen Befruchtung schwanger zu werden, ist im Vorfeld oft eine hoch dosierte Hormonbehandlung notwendig. Diese birgt allerdings erhebliche gesundheitliche Risiken und ist für viele Frauen sehr belastend. Die relativ neue Methode der In-Vitro-Maturation kommt ohne diese Hormontherapie aus und ist damit wesentlich schonender für die künftige Mutter.

Was ist die In-Vitro-Maturation?


Die IVM ist eine Methode der künstlichen Befruchtung, bei der der Frau unreife Eizellen aus dem Eierstock entnommen werden. Diese reifen dann im Reagenzglas unter Hormonzugabe nach und werden dann mit dem männlichen Samen befruchtet. Die befruchtete Eizelle wird als Embryo wieder in die Gebärmutter der Frau eingesetzt.

In-Vitro-Maturation


© Thinkstock
Wo liegen Unterschiede und Vorteile zur normalen In-Vitro-Fertilisation?

Im Gegensatz zu einer In-Vitro-Fertilisation kommt bei diesem Verfahren, wenn überhaupt, nur eine kurze und niedrig dosierte Hormonstimulation zum Einsatz, da die Eizellen unreif aus dem Eierstock entnommen werden. Sie werden erst außerhalb des Körpers unter Zugabe von entsprechenden Hormonen künstlich in den befruchtungsfähigen Zustand gebracht.

Bei der klassischen Form der IVF reift durch eine starke Hormonbehandlung der Frau vor der eigentlichen künstlichen Befruchtung eine ausreichende Zahl von Eibläschen in den Eierstöcken heran. Diese werden abpunktiert, befruchtet und dann als Embryonen wieder eingesetzt. Durch die hoch dosierte Zugabe von Hormonen steigt allerdings das Risiko für eine Ovarielle Hyperstimulation

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Was ist eine Ovarielle Hyperstimulation?

Die Ausprägung und die Auswirkungen des Ovariellen Hyperstimulationssyndroms können sehr unterschiedlich sein. Die Symptome reichen von einer leichten Störung des Wohlbefindens mit Bauchschmerzen, Übelkeit und Atemnot und bis hin zu einem lebensbedrohlichen Krankheitsbild.

Die genauen Zusammenhänge bei der Entstehung dieses Syndroms sind noch nicht geklärt. Aber es wird vermutet, dass durch den überstimulierten Eierstock gefäßaktive Substanzen in den Blutkreislauf gelangen und die Durchlässigkeit der Blutgefäße erhöht wird. So können vermehrt Flüssigkeit und Eiweiße in den Bauchraum und das Gewebe eindringen und zu Wasseransammlungen, sogenannten Aszites, führen. Diese Ansammlungen können sich sogar bis in die Lunge ausdehnen. Durch den Flüssigkeitsverlust wird das Blut dickflüssiger. Damit steigt die Gefahr von Thrombosen oder einer Lungenembolie. Auch die Nieren werden schlechter durchblutet, was von einer eingeschränkten Funktion dieser Organe bis zum Nierenversagen führen kann.

von Evelyn Hosse




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