Insemination – mit künstlicher Samenübertragung zum Wunschkind

Bei der Insemination werden die Spermien auf künstlichem Weg in die Gebärmutter der Frau eingeführt. Erfahren Sie alles über Ablauf und Voraussetzungen der Insemination.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden
Wenn der Wunsch nach einem Kind auf natürlichem Weg unerfüllt bleibt, sind oft leicht zu behebende Probleme der Grund. Eine Möglichkeit, die ersehnte Schwangerschaft herbeizuführen, ist eine Befruchtung durch Insemination. Dabei werden die Spermien des Mannes auf künstlichem Weg in die Gebärmutter der Frau eingeführt, um die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung zu erhöhen.

Wann ist die Insemination sinnvoll?



Insemination Methode


© Thinkstock
Die Insemination gehört zu den am häufigsten angewendeten Formen der künstlichen Befruchtung. Sie kommt hauptsächlich dann zum Einsatz, wenn auf Seiten des Mannes Probleme vorliegen. Beispielsweise wenn eine geringe Fruchtbarkeit des männlichen Samens festgestellt wird, das heißt, wenn im Ejakulat nicht ausreichend bewegliche Samenzellen vorliegen. Eine gute Qualität bei männlichen Samen liegt vor, wenn in einem Milliliter Ejakulat über 20 Millionen Spermien zu finden sind. Davon sollten mindestens 14 Prozent normal geformt und mindestens 50 Prozent gut beweglich sein. Werden diese Werte unterschritten, ist die Zeugungsfähigkeit des Mannes eingeschränkt. Ist der Samen des Mannes komplett unfruchtbar, kann eine sogenannte donogene Insemination mit Spendersperma durchgeführt werden. Eine künstliche Befruchtung kann auch dann durchgeführt werden, wenn bei einem Paar normaler Geschlechtsverkehr beispielsweise bei Erektions- oder Ejakulationsproblemen nicht möglich ist, oder wenn die Weitergabe von Erbkrankheiten oder Infektionen vermieden werden soll.

Sinnvoll ist diese relativ unkomplizierte Methode der Reproduktionsmedizin auch, wenn Fruchtbarkeitsprobleme bei der Frau eine Schwangerschaft verhindern, zum Beispiel aufgrund einer Undurchlässigkeit des Zervixschleims. Normalerweise wandern die Spermien beim Geschlechtsverkehr von der Scheide durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter und weiter bis in den Eileiter. Dort kommt es gegebenenfalls zur Verschmelzung von Ei und Samenzelle. Ist jedoch für die Spermien der Weg in die Gebärmutter durch einen Schleimpfropfen verschlossen, ist eine Befruchtung nicht möglich. Daher werden bei der Insemination die aufbereiteten Spermien zum Zeitpunkt des Eisprungs, meist mithilfe eines Katheters, direkt in der Gebärmutter platziert. Sinn der Methode ist es, den Samenzellen zum optimalen Zeitpunkt den Weg zur Eizelle zu verkürzen und dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung zu erhöhen. 

 Das könnte Sie interessieren: Die Befruchtung - der lange Weg zum Leben

Das Wunder eines neuen Lebens beginnt mit der Befruchtung der Eizelle. Viel Wissenswertes über den langen Weg zum Baby.


Wie erfolgreich ist die Insemination?

Die Erfolgsraten liegen im Schnitt bei etwa 15 Prozent pro Zyklus. Oft sind mehrere Versuche notwendig, doch bei den meisten Frauen klappt die Befruchtung nach drei bis vier Versuchen. Ist eine Frau jedoch nach den ersten vier Behandlungen nicht schwanger, ist leider auch die Erfolgschance bei weiteren Versuchen sehr gering.

von Evelyn Hosse




mehr zum Thema
Babywunsch Künstliche Befruchtung
Artikel kommentieren
Login