Erfolgschancen und Kosten der ICSI

Die spannende Frage lautet jetzt: Hat sich der Embryo erfolgreich eingenistet? Ihre Erfolgschancen in Zahlen und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.


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Etwa zwei Wochen nach dem Embryonen-Transfer wird mit Hilfe eines Bluttestes überprüft, ob es  tatsächlich zu einer Schwangerschaft gekommen ist. Fällt dieser erste Test positiv aus, dann dürfen Sie sich erst einmal freuen. Allerdings gilt es auch abzuwarten: Die Embryonen müssen sich noch ein paar Wochen entwickeln, bis der Arzt mittels Ultraschall sagen kann, ob wirklich alles gut gegangen ist. Auch erst jetzt wird klar, ob sich nur ein Embryo eingenistet hat oder ob es sich sogar um einen Mehrlingsschwangersachaft handelt.

Allerdings sollten Sie sich trotz der Vorfreude bewusst machen, dass eine ICSI eine sehr komplexe Behandlung ist und keinen Erfolg garantieren kann. Im Schnitt wird die Geburtenrate pro Versuch auf 15 - 20 Prozent festgelegt. Es können also durchaus mehrere Behandlungszyklen notwenig werden. Allerdings werden aus diesem Grund befruchtete Eizellen im Vorkern-Stadium, also bevor das genetische Material von Eizelle und Samen miteinander verschmolzen sind, häufig gleich eingefroren. So können Sie sich ein Paar Schritte des Prozederes sparen, wenn ein weiterer Versuch durchgeführt werden muss.

Erfolgschancen und Kosten der ICSI


Allerdings kommt nicht jede Krankenkasse für die Kryonosierung, also das Einfrieren der Zellen, auf. Die Kosten der künstlichen Befruchtung werden hingegen von den Kassen in der Regel erstattet - zumindest die Hälfte. Daran sind aber einige strenge Bedingungen geknüpft. Welche Kriterien Paare genau erfüllen müssen, das haben wir hier für Sie zusammengerfasst ➤ Kinderwunschbehandlung: Die Kosten

Auch werden nur maximal drei Behandlungszyklen von den Kassen mitfinanziert. Alle weiteren Versuche zahlen Paare komplett aus eigener Tasche. Pro ICSI-Behandlung müssen Sie etwa mit 5.000 Euro rechnen. Die Kosten können natürlich von Klinik zu Klinik variieren. Lassen Sie sich vorher auf jeden Fall von Ihrer Krankenkasse beraten. Oder Sie suchen sich Hilfe bei fachkundigen Netzwerken und Beratungsstellen. Eine kleine Auswahl haben wir nebenstehen für Sie zusammengestellt.

Risiken und Nachteile der ICSI
Neben einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsschwangerschaft, bei der das Risiko von vorzeitigen Wehen und Frühgeburten deutlich größer ist, gibt es noch weitere kritische Aspekte. Das Fehlbildungsrisiko ist leicht erhöht, auch wenn sich die allermeisten Kinder, die mit einer ICSI entstanden sind, ganz normal entwickeln. 

Da diese Methode der Reproduktionsmedizin erst seit den frühen Neunzigerjahren angewendet wird, gibt es zudem bisher kaum Langzeitstudien, die eine Aussage über auftretende Missbildungen oder mentale Krankheitsbilder bei ICSI-Kindern treffen können. Allerdings weisen Kritiker der ICSI immer wieder darauf hin, dass durch die gezielte Auswahl eines Spermiums die natürliche Selektion durch die Eizelle verhindert wird. Da nach wie vor nicht bekannt ist, nach welchen Prinzipien diese biologische Selektion stattfindet, vermuten die Kritiker, dass bei der Wahl der Samenzelle durch den Menschen wichtige Kriterien außer Acht gelassen werden und dadurch bei der Befruchtung zwangsläufig Fehler passieren. Dennoch gibt es inzwischen viele Beispiele - quasi lebende Beweise - die zeigen, dass eine ICSI gesunde Kinder hervorbringen kann. Dass macht Mut, auf dem eigenen Weg zum Wunschbaby. Doch sollten Sie sich des Risikos immer bewusst sein.

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