Rückübertragung und Einnisten des Embryos

Nur kurze Zeit nach Entnahme der Eizellen werden die frisch entwickelten Embryonen nun wieder in die Gebärmutter der Frau eingesetzt.


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Rückübertragung der Embryonen in die Gebärmutter
Auch wenn sich im Reagenzglas mehrere Embryonen erfolgreich entwickeln, dürfen gesetzlich maximal drei Embryos gleichzeitig übertragen werden. Der Transfer mehrerer Embryonen erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft. Allerdings steigt so auch die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft mit größeren Risiken für Mutter und Kind.

Die Übertragung der Embryonen wird ambulant und ohne Narkose mittels eines dünnen Schlauches über Scheide und Muttermund durchgeführt. Der Arzt kontrolliert die richtige Platzierung mit dem Ultraschall. Die meisten Frauen empfinden diesen Eingriff als wenig oder gar nicht schmerzhaft.
Einnisten des Embryos

Um das erfolgreiche Einnisten des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut zu unterstützen, sollte sich die Frau in den darauffolgenden Tagen schonen, Stress vermeiden, auf Geschlechtsverkehr verzichten und keine schweren körperlichen Arbeiten verrichten.

Damit ist die künstliche Befruchtung abgeschlossen und wenn alles gut läuft, ist zu diesem Zeitpunkt das Wunschkind schon unterwegs. Etwa 14 Tage nach Übertragung des Embryos kann mit einem Schwangerschaftstest festgestellt werden, ob die Behandlung erfolgreich war oder ob ein neuer Versuch gestartet werden muss. Einen Monat später lässt sich per Ultraschall bestimmen, ob der Embryo lebt und ob es sich um ein einzelnes Baby oder um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt. 


Schwanger nach IVM


© Thinkstock
Kosten, Risiken und Nachteile der IVM
Der entscheidende Nachteil einer IVM im Vergleich zu einer herkömmlichen In-Vitro-Fertilisation liegt in den geringen Schwangerschaftsraten. Diese bewegen sich bei der IVM zwischen 17 und 24 Prozent pro Zyklus. Da diese Methode der Reproduktionsmedizin noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es bisher auch keine Aussagen über ein erhöhtes Risiko von Fehlbildungen bei IVM-Babys. Ob die beschleunigte Reifung der Eizellen in der Petrischale die körperliche und geistige Entwicklung stört, wird derzeit in Langzeitstudien mit Kindern untersucht, die mit dieser Methode gezeugt wurden. Bisherige Erkenntnisse lassen aber auf eine unauffällige Entwicklung schließen. Trotzdem ist die IVM derzeit noch eher ein Ausnahmeverfahren.

Für eine IVM ist mit Kosten zwischen 1.500 und 1.800 Euro pro Behandlungszyklus zu rechnen. Leider übernehmen die gesetzlichen und privaten Kassen die Kosten derzeit nicht. Damit bleiben in etwa 650 Euro als Selbstzahleranteil für eine IVM.

Der mit einer IVF übereinstimmende Teil der Behandlung wird für drei Versuche zu 50 Prozent von den gesetzlichen Kassen übernommen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

• Beide Partner müssen 25 Jahre oder älter sein.
• Der Anspruch auf eine anteilige Kostenübernahme endet mit dem 40. Geburtstag der Ehefrau oder dem 50. Geburtstag des Ehemanns.
• Beide Partner müssen beide HIV- und Hepatitis-negativ sein.
• Von der Krankenkasse muss vor Therapiebeginn ein „Behandlungsplan“ genehmigt werden.

Bis Januar 2016 musste das Paar auch verheiratet sein. Doch diese Hürde wurde vom Bund gekippt: Nun werden auch unverheiratete Paare bei der Erfüllung des Kinderwunsches finanziell unterstützt.

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Ab sofort erhalten auch unverheiratete Paare finanzielle Hilfe für künstliche Befruchtungen. Alle Infos zur neuen Regelung.



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