NFP - Familienplanung mit der symptothermalen Methode

Sex in den fruchtbaren Tagen erhöht die Chance, dass es endlich klappt mit dem schwanger werden. Aber auch für Frauen, die auf hormonelle Verhütung verzichten wollen, ist die symptothermale Methode (NFP) geeignet. Wir geben einen kurzen Überblick, wie das Ganze funktioniert.


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Viele Frauen, die hormonell verhüten, sehen sich im Laufe ihres Lebens auch mit den Nachteilen einer solchen Verhütungsform konfrontiert. Die Probleme reichen von einer nachlassenden Libido über Migräne oder Kopfschmerzen bis hin zu Depressionen. Auch das erhöhte Risiko für Thrombose oder Brustkrebs bewegen viele Frauen dazu, die hormonelle Verhütung zu hinterfragen und nach alternativen Methoden zu suchen. Haben Sie sich je gefragt, wie Frauen vor Erfindung des Latexkondoms und der Antibabypille verhütet haben?

NFP Natürliche Familienplanung


© Thinkstock
Die sicherste Methode der Empfängnisverhütung ist im Grunde, nur an den bestimmten Tagen im Zyklus Geschlechtsverkehr zu haben, in denen der weibliche Körper ohnehin unfruchtbar ist. Nach diesen Kriterien arbeitet die symptothermale Methode, auch Natürliche Familienplanung (NFP) genannt. Denn mit dieser Methode können bei Kinderwunsch durch die Beobachtung des eigenen Körpers auch umgekehrt die besonders günstigen Tage für eine Schwangerschaft bestimmt werden. Doch wie lassen sich die unfruchtbaren und fruchtbaren Tage im Zyklus herausfinden? Und wie verlässlich ist diese Methode? Dieser Artikel soll einen ausführlichen Überblick über die Funktionsweise und Anwendung der symptothermalen Methode geben. Um diese vollständig zu erlernen und sicher anzuwenden, empfiehlt familie.de die entsprechende Fachliteratur mit ausführlichen Trainingsaufgaben und Beispiele.

Verhütung durch Auswertung des Zyklus


Die symptothermale Methode basiert auf den im Laufe des weiblichen Zyklus auftretenden körperlichen Symptome und deren Einschätzung, Auswertung und korrekten Deutung. Im Pearl-Index hat diese Verhütungsmethode einen Wert von 0,4. Das bedeutet: Von 100 Frauen, die mit dieser Methode ein Jahr lang verhüten, werden 0,4 Frauen schwanger. Die Methode gilt daher bei richtiger und konsequenter Anwendung als sicher und kann es durchaus mit der Pille aufnehmen. Um mit der symptothermalen Methode ein hohes Maß an Sicherheit zu erreichen werden zwei bekannte Verhütungsmethoden, die Temperaturmethode (Basaltemperaturmethode) und die Zervixschleimmethode, auch Billings-Methode genannt, miteinander kombiniert. Als Alternative zur Zervixschleim-Beobachtung kann auch der Zustand des Muttermundes während des Zyklus betrachtet und als Faktor herangezogen werden. Alle Beobachtungen werden dann in ein Zyklusblatt eingetragen, eine Art persönliches Tagebuch der eigenen Fruchtbarkeit.

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Der Eisprung und seine körperlichen Anzeichen

Der Eisprung und seine vorhergehende Phase gelten im weiblichen Zyklus als fruchtbar. Mit der täglichen Temperaturmessung, die zum Eisprung hin ansteigt und danach konstant 0,2° bis 0,5°C höher liegt als zuvor, können Sie seinen Zeitpunkt gut bestimmen. Zusätzlich wird bei der symptothermalen Methode die tägliche Qualität des Zervixschleims beobachtet und mit der Temperaturmessung zu einem Ergebnis kombiniert. Dieser Schleim wird im Gebärmutterhals gebildet und verändert seine Beschaffenheit während des Zyklus. Während der fruchtbaren Phase wird er dünnflüssig, durchlässig und trägt als basische Substanz bei der Befruchtung dazu bei, die Spermien vor dem sauren Scheidenklima zu schützen. Während der unfruchtbaren Phase des Zyklus jedoch wird der Schleim zähflüssig und verschließt den Muttermund zuverlässig.

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von Evelyn Hosse




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