Bei schlechter Spermienqualität: Keine Vorteile durch Enthaltsamkeit

Eine Studie zeigt: Paare, bei denen es aufgrund einer verminderten Spermienqualität nicht mit dem Kinderwunsch klappt, brauchen keine abstinenten Phasen einzuhalten. Entgegen der verbreiteten Annahme steigert die Enthaltsamkeit nicht die Qualität der Spermien.


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Enthaltsamkeit bringt keine Vorteile für den Kinderwunsch


Sex-Pausen verbessern Spermienqualität nicht


© iStock

Haben Paare Probleme damit, schwanger zu werden, kann das verschiedene Ursachen haben. Eine der häufigsten ist eine verminderte Spermienqualität beim Mann. Oft wird den betroffenen Paaren zu einigen Tagen Enthaltsamkeit geraten, um die Spermienproduktion anzukurbeln.

Tatsächlich – so berichtet es die Ärzte Zeitung – zeigte 2016 eine Studie, dass das Samenvolumen und die Anzahl der Spermien nach elf Tagen Enthaltsamkeit deutlich steigen. Das Problem jedoch: Gleichzeitig zum Anstieg der Menge nimmt die Qualität der Spermien ab. In den untersuchten Samenproben wurden zunächst 10 Prozent Spermien mit DNA-Schäden gefunden, nach elf Tagen Abstinenz waren es 20 Prozent. Je größer der Anteil an DNA-geschädigten Spermien, desto geringer die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft.

Deshalb schlussfolgerten die Autoren der Studie: Mehrtägige Sex-Pausen erhöhen nicht die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung. Im Gegenteil, besser seien möglichst kurze Abstände beim Sex. Das gelte übrigens im Besonderen für Männer mit einer ohnehin verminderten Spermienzahl (Oligospermie), so die Ärzte Zeitung.

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