Temperatur und Zervixschleim: Auswertung

Wie werden Temperatur und Zervixschleim kombiniert? Wir erklären die Zusammenhänge!


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Auswertung der Schleimbeobachtung


Wichtig für die Auswertung ist der sogenannte Schleimhöhepunkt. Egal ob Sie verhüten möchten oder Ihren Kinderwunsch wahr werden lassen möchten: Der Schleimhöhepunkt ist dabei die jeweils bestimmende Phase für beide Absichten. Dieser Höhepunkt tritt ein, wenn die Qualität des Zervixschleims am höchsten ist (S oder S+) und sich danach an drei aufeinanderfolgenden Tagen verschlechtert (S, f, t oder ø). Dieser Umschwung lässt sowohl auf den Zeitpunkt des Eisprungs schließen, nämlich die Tage mit der besten Schleimqualität vor der Verschlechterung, als auch auf die darauffolgende unfruchtbare Zeit, die am Abend des dritten Tages mit abnehmender Schleimqualität eintritt. Der Schleimhöhepunkt liegt kurz vor der Verschlechterung der Schleimqualität. Der Eisprung findet in der Zeitspanne zwei Tage vor dem Schleimhöhepunkt bis zwei Tage danach statt.

NFP: Termperaturverlauf


© Thinkstock
Um die Verlässlichkeit der Methode sicher zu stellen, werden nun die Erkenntnisse aus der Schleimbeobachtung mit den Ergebnissen der Basaltemperaturmethode kombiniert.
Temperaturmessung und Auswertung
Die morgendliche Basaltemperatur hat im Laufe eines Zyklus zwei unterschiedliche Niveaus. Vor dem Eisprung liegt die Körpertemperatur etwas niedriger, um den Eisprung herum steigt sie um ein paar Zehntelgrad an und bleibt dann in der zweiten Phase des Zyklus auch höher. Am besten geeignet sind digitale Fieberthermometer mit zwei Nachkommastellen, das erleichtert die korrekte Auf- oder Abrundung der Werte nach dem üblichen Verfahren (Aufrundung der ersten Nachkommastelle von zweiter Nachkommastelle 5-9, Abrundung von 0-4). Gemessen werden sollte direkt nach dem Aufwachen, oder zumindest nach Ruhephasen, in denen sich der Kreislauf entsprechend stabilisieren konnte. Innerhalb eines Zyklus sollte immer in etwa zum gleichen Zeitpunkt und an der gleichen Stelle, das heißt entweder rektal, vaginal oder oral gemessen werden.  Die gemessenen Werte werden dann auf ein halbes Zehntel genau auf- oder abgerundet, als Punkte ins Zyklusblatt eingetragen und als Linie miteinander verbunden. Es gibt verschiedene Faktoren, die die Messung stören oder beeinflussen können. Beispielsweise Umgebungswechsel, Krankheit, psychische Belastungen wie Stress, spätes Zubettgehen oder Alkoholgenuss. Alle diese Störungen beeinflussen den Kurvenverlauf und sollten ebenfalls im Zyklusblatt vermerkt werden. Der ausschlaggebende Temperaturanstieg zum Eisprung hin hat dann stattgefunden, wenn sich in der Kurve drei aufeinanderfolgende Werte finden, die höher sind als die sechs vorangegangenen. Die dritte höhere Messung muss dabei mindestens 0,2 Zehntelgrad höher sein, als der höchste der sechs vorangegangenen niedrigen Temperaturwerte.

Tagtäglich wird also der gemessene Wert mit den jeweils sechs vorangegangenen Werten verglichen. "Gestörte" Temperaturwerte werden in der Beobachtung ausgeklammert. Taucht das erste Mal ein höherer Messwert auf, wird eine waagerechte Kontrolllinie durch den höchsten der sechs vorangegangenen niedrigen Werte gezogen. Auch die Temperaturen der beiden darauffolgenden Tage sollten über dieser Kontrolllinie liegen. Ist die ausschlaggebende Bedingung für die dritte höhere Messung erfüllt (0,2 Zehntel höher als der höchste niedrige Wert), ist damit die Temperaturauswertung abgeschlossen.
Wie verlässlich ist die Billings-Methode als Verhütungsmethode?
Der Pearl-Index der Billings-Methode liegt bei 5, damit ist sie eine unsichere Methode. In Kombination mit der Temperatur-Methode wird sich jedoch zu einer guten und sicheren Methode, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.

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