
Für den Kindergarten gibt es mittlerweile in jedem Bundesland Bildungspläne. Darauf haben die Spielverlage reagiert und eine Fülle von Lernspielen auf den Markt gebracht. Wir stellen die Besten vor.
1. Sprechen, Lesen und Schreiben
Ein Klassiker der Sprechspiele und eine sehr gute Übung für die Artikulation ist die 'Stille Post'. Ein Wort ins Ohr des Nachbarn flüstern, dieses wird dem nächsten weitergesagt, und am Schluss kommt meist ein witziges Kauderwelsch heraus. Ganze Geschichten anhand von anregenden Bildern erzählen und erinnern ist das Prinzip des 'Kleinen Sprechdachs' (Verlag Huch & Friends). Erwachsene können nebenbei viel darüber erfahren, was die Kinder gerade beschäftigt. Bei 'Klappi' (Trialogo) erscheinen Bilder von Tieren, Menschen sowie Gegenständen in beliebiger Reihenfolge. Aus diesen soll nun ein Satz gebildet werden, zum Beispiel: „Das Schwein beißt den Koch.“ 'Ma-ni-tu' (Drei Magier Spiele) fußt auf dem Prinzip des langen Wortes. Karten mit kurzen Silben werden gezogen, aneinandergereiht und müssen in der richtigen Reihenfolge erinnert und wiedergegeben werden.
2. Zählen und Rechnen
Alles kann gezählt werden: Die Finger an der Hand, die Nasen im Zimmer, die Autos in der Garage. Und natürlich die Augen auf dem Würfel. Verbindung mit dem Alltag bietet der Kaufladen: Wie viele Kirschen will Oma einkaufen? Was kosten zwei Gurken? Diesem Prinzip folgt 'Primo Calculino' (selecta). Karten mit Torten, Obst und Gemüse und der entsprechenden Ziffer werden ausgelegt. Eine andere Karte gibt an, wie viele Lebensmittel in die Tüte kommen. Im Zahlenraum von eins bis zehn bewegen sich die 'Zahlenzwerge' (haba). Kobold Kuddelmuddel hat viele Schätze vergraben, die die Zwerge finden wollen. Karten geben an, was zu tun ist: zählen, eine sportliche Aktion wie „Hampelmann“ oder einfach weiter vorrücken. Der 'Rechenkapitän' (Ravensburger) muss seine Schiffe beladen. Unterschiedlich große Kisten tragen logischerweise auch unterschiedliche Zahlen. Mit diesem Spiel lernt man, Größen und Mengen richtig abzuschätzen.
3. Geschicklichkeit und Motorik
Bausteine aufeinanderstapeln - das schult die Feinmotorik! Außerdem macht es wunderbar Krach, wenn man sie umschmeißt Mit etwa vier Jahren wird das Bauwerk selbst weniger wichtig, die Geschichte mit der Ritterburg, die sich darum webt, wird interessanter. Stabilbaukästen und Spielzeug aus Holz werden vor allem für Jungen gekauft, bei Puzzles, dem Feinmotorik-Klassiker, sind Mädchen vorn. Um Bausteine geht es auch bei 'Make'n'Break' (Ravensburger). Sie müssen entsprechend einer Vorlage aufeinandergestapelt werden. Doch Achtung! Die Zeit läuft! Beim 'Eiertanz' (haba) muss man sich die Gummieier schnappen und sie - je nach Würfelsymbol - unter Kinn, Achsel oder zwischen die Knie klemmen. Ob man dann noch eine Runde um den Tisch schafft? Bringt auch ErzieherInnen in Partylaune!

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