
Chancen und Risiken der pränatalen Diagnostik wie Ultraschall, Fruchtwasseruntersuchung & Co und was genau Risikoschwangerschaft bedeutet
„Der Ultraschall“ - für jede werdende Mutter ist dieser Termin ein ganz wichtiger Moment ihrer Schwangerschaft. Seit fast 30 Jahren ist die Sonografie, so der Fachausdruck, in Deutschland eine Routineuntersuchung. Iihre Einführung war der eigentliche Beginn der pränatalen Diagnostik. Für Schwangere bedeutet das: Sie können schon vor der Geburt sehr viel über die Gesundheit ihres Babys erfahren.
Doch so faszinierend für angehende Eltern die beim Ultraschall geschossenen ersten Fotos des Nachwuchses auch sind, die pränatale Diagnostik und die stetige Erweiterung ihrer Methoden haben auch Nebenwirkungen mit sich gebracht, die längst nicht alle Schwangeren als positiv erleben.
Zunächst einmal ist ein Test, ob Ultraschall, ob Fruchtwasseruntersuchung, eine Störung - der Termin selbst und das Warten auf das Ergebnis setzen die Mutter unter Stress. Denn den Müttern geht dabei schließlich der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass sie im Extremfall nach dem Test darüber nachdenken müssen, ob das Kind überhaupt zur Welt kommen soll.
Die seelische Belastung durch die pränatale Diagnostik ist nicht zu unterschätzen - und beginnt schon mit ganz leichten atmosphärischen Verstimmungen: Einige Frauen empfinden es als unangemessen, dass aus ihrer „freudigen Erwartung“ ein auf mehrere Nachkommastellen genau ausgerechnetes „Risiko“ gemacht wird.
Auch die Bezeichnung als „Risikoschwangere“, wie sie auch ohne weitere Risikofaktoren grundsätzlich bei über 35-Jährigen angewandt wird, schlägt manchen Frauen aufs Gemüt.
Dabei spricht die Statistik für eine ganz entspannte Haltung gegenüber der pränatalen Diagnostik: 97 Prozent aller Babys kommen in Deutschland gesund zur Welt.
97 Prozent aller Babys kommen gesund auf die Welt. Und das ist auch ein Verdienst der pränatalen Diagnostik. Denn durch die Vielzahl der heute eingesetzten Untersuchungsmethoden können Krankheiten und Fehlbildungen oft schon im Mutterleib erkannt und in manchen Fällen sogar vorgeburtlich behandelt werden.
Neben den Ultraschall-Untersuchungen, von denen drei im Lauf der Schwangerschaft vorgenommen werden, gibt es:
So lässt sich eine Wahrscheinlichkeit dafür berechnen, ob das Kind an Down-Syndrom oder offenem Rücken leidet.
Zusätzlich zu diesen nicht-invasiven Untersuchungsmethoden gibt es noch die Furchtwasseruntersuchung, auch Amniozentese genannt, und die Chorionzottenbiopsie. Diese beiden Methoden sind Eingriffe in den Körper, bei denen Gewebe entnommen wird. Das erlaubt eine äußerst hohe Genauigkeit der Vorhersage, birgt aber auch ein Fehlgeburtsrisiko.

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