So wird das 2. Schulhalbjahr erfolgreich

Das erste Halbjahr in der Schule ist nicht so gelaufen wie erhofft? Im 2. Schulhalbjahr bleibt noch genug Zeit, noch Einiges ins Positive umzukehren. Unser Experte Professor Struck beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Schule und gibt nützliche Tipps. Teil 1: so können Sie Ihr Kind optimal bei seinen Problemen unterstützen.


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Tipps für die Schule: So klappt das 2. Schulhalbjahr


In den ersten beiden Schuljahren kam das Kind super mit, doch jetzt in der dritten Klasse und erhält das Kind zum ersten Mal Noten - mit vielen Dreien und Vieren. Das Kind hat gar keine Lust mehr, etwas für die Schule zu tun. Was sollen wir als Eltern tun?

Kinder brauchen beim Lernen Erfolge, und da stören mitunter bereits mittelmäßige Noten. Sie können sensible Kinder demotivieren und zu Resignation führen. Organisieren Sie doch Erfolge, z.B. indem Sie einige Seiten im Schulbuch vorarbeiten, die Hausaufgaben kontrollieren und Verständnisfragen zum Unterrichtsthema stellen. Weisen Sie die Klassenlehrerin darauf hin, dass Ihr Kind auch Lob, Erfolge und Ermunterung zum besseren Lernen braucht!

Ihr Kind war zwei Monate krank und hat nun einige Lücken im Unterrichtsstoff. Wie kann das Kind diese bis zu den Sommerferien schließen? 



Bitten Sie eine leistungsstarke Mitschüler bzw. Freund Ihres Kindes, gemeinsam mit Ihrem Kind die Schulaufgaben zu machen und für die Klassenarbeiten zu lernen. Fragen Sie die Klassenlehrerin, was an Stoff nachzuarbeiten ist, und üben Sie das an Wochenenden und jetzt in den Ferien, um die Lücken zu schließen. Eine Alternative ist Nachhilfe für eine begrenzte Zeit.

Wir sind mit den Leistungen unseres Sohnes sehr zufrieden. Er muss aber viel dafür tun, um in der Schule mitzukommen, und braucht bei den Hausaufgaben oft länger als seine Klassenkameraden. Wie können wir ihn zukünftig unterstützen?


Wenn ihr Sohn langsamer als andere arbeitet, kann er grundsätzlich auch auf der Realschule oder dem Gymnasium gut aufgehoben sein - vorausgesetzt, er möchte das selbst auch. Interessanterweise brauchen gerade intelligente Schüler oft länger für ihre Aufgaben als weniger begabte, weil sie die gestellten Aufgaben sehr ernst nehmen, sie teilweise hinterfragen, über verschiedene Lösungswege grübeln, Thesen aufstellen, Dinge miteinander kombinieren und sie ordentlich lösen wollen. Für sie kann das einheitliche Tempo im Unterricht zu schnell sein! In anderen Fällen tun sich Kinder einfach schwer, einen Anfang für die Hausaufgaben zu finden. Diese Schüler benötigen Unterstützung bei der täglichen Organisation: Führen Sie z.B. feste Zeiten für die Hausaufgaben ein, sorgen Sie für einen ruhigen Arbeitsplatz und einen aufgeräumten Schreibtisch, an dem das Kind ungestört seine Arbeiten erledigen kann. Arbeitsmaterialien sollten sich griffbereit in der Nähe befinden. Achten Sie auch auf ein gewissenhaft geführtes Hausaufgabenheft. In der Summe erleichtern solche Kleinigkeiten das flüssige Arbeiten.

Unser Kind hat Angst vor jeder Klassenarbeit. Wie können wir ihm helfen?

Es gibt ängstliche Kinder, die sich selbst mit hoher Begabung und guten Leistungen vor jeder Klassenarbeit ganz schlecht fühlen. Das lässt sich schwer ändern, wenn das Kind selbst zu hohe Ansprüche an sich stellt. Zeigen Sie ihm, dass Sie gar nicht enttäuscht sind, wenn es einmal eine Arbeit verhaut. Entlasten Sie Ihr Kind und begünstigen Sie Erfolge durch Üben. Bei Versagensängsten hilft es, so sicher wie möglich im Lernstoff zu sein, weil so Furcht gar nicht erst groß werden kann.

Das Kind geht in die vierte Klasse und steht in Deutsch und Mathe zwischen Zwei und Drei. Was können wir tun, damit er die Empfehlung fürs Gymnasium bekommt?


Grundsätzlich gilt: In den norddeutschen Bundesländern gibt es nur Empfehlungen für die weiterführende Schule, d.h. Eltern können selbst entscheiden, in welche weiterführende Schule ihr Kind aufgenommen werden soll. In Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen brauchen Grundschüler aber einen Notendurchschnitt von 2 bis 2,5  in den Fächern Deutsch, Mathe und Sachkunde, um auf das Gymnasium wechseln zu können. 



Um jetzt noch zu einem Notendurchschnitt von etwa 2 zu kommen, können Sie mit Ihrem Kind Hausaufgaben durchgehen, das Kind abends abhören, mit ihm für die Klassenarbeiten lernen und das Kind ermuntern, sich im Unterricht stärker zu beteiligen. Wenn Ihr Kind immer laut ausspricht, was es gelernt hat, sollten seine Noten besser werden.




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