Internate und Landerziehungsheime


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Internate und Landerziehungsheime

Internate und pädagogisch besonders profilierte Landerziehungsheime wie die Odenwaldschule, die Stiftung Louisenlund und das Schloss Salem bieten eine bewusst stadt- und familienferne Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch oft sehr engagierte Lehrer. Anspruchsvoller Unterricht, eine umfassende Betreuung und die gezielte Forderung und Förderung des einzelnen Schülers führen dazu, dass an Internaten prozentual mehr Schüler zum Realschulabschluss und zur Hochschulreife kommen als an staatlichen Schulen. Klar ist, dass Internate teuer sind - zwischen 500 und 2000 Euro im Monat müssen Eltern für den Aufenthalt in einem der 250 deutschen Internate bezahlen. Natürlich sollten sich die Eltern vor einer Entscheidung eingehend über den Zuschnitt und die Qualität der jeweiligen Einrichtung informieren, gibt es doch gemeinnützige und kommerzielle, konfessionell geprägte und weltanschaulich neutrale, konservative und liberal geführte, altsprachlich orientierte und solche mit Spezialangeboten für Hochbegabte oder Kinder mit Erziehungsproblemen oder Lernstörungen. Nebeneffekt: In Internaten können sensible Kinder aufgrund des Zusammenlebens rund um die Uhr auf engem Raum leicht unter die Räder kommen. Und diese Schulform spiegelt nicht den Bevölkerungsschnitt wider. Problematisch ist daher ein Internatsaufenthalt für Grundschüler. „In diesem Alter ist der tägliche Kontakt zu den Eltern einfach noch nötig“, gibt der Erziehungswissenschaftler Prof. Peter Struck zu bedenken. Erst ab den Klassenstufen 8 oder 9 sollten Eltern eine Internatsunterbringung in Betracht ziehen.

Infos: www.privatschulen.de, www.agfs.org