Konfessionelle , Waldorf- oder Montessorischule?


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Konfessionelle , Waldorf- oder Montessorischule?

Konfessionelle Schulen: Die beiden großen Kirchen sind die größten privaten Schulträger in Deutschland. 80 Prozent aller Privatschüler besuchen deren Einrichtungen. Mit einem Schulgeld ab zirka 50 Euro pro Monat ist der Besuch recht erschwinglich. Natürlich haben christliche Rituale und Gebete in den katholischen und evangelischen Schulen einen festen Platz. Die Erziehung der ganzen Persönlichkeit auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes ist ihr Hauptanliegen. Auch soziales Engagement und christliche Tugenden wie die Nächstenliebe haben ihren festen Platz. An jeder fünften katholischen Schule werden ausschließlich Mädchen unterrichtet. Infos:  www.evangelische-schulen-in-deutschland.de, www.katholisch.de Waldorfschulen: Die der anthroposophischen Lehre Rudolf Steiners verpflichteten Schulen werden immer beliebter. Als Gesamtschulen ermöglichen sie Abschlüsse bis zum Abitur. Statt Noten und Sitzenbleiben gibt es ausführliche Gutachten. Hauptanliegen der Waldorfpädagogik ist die individuelle und ganzheitliche Entwicklung von Körper, Seele und Geist. Schwerpunkte bilden musisch-künstlerische Fächer und handwerklich-praktischer Unterricht.
Eine große Rolle spielen Rhythmen und Entwicklungsphasen, nach denen
der gesamte Lehrplan strukturiert ist. Kennzeichnend sind darüber hinaus die
starke Rolle des Lehrers, der seine Klasse acht Jahre lang begleitet, und die enge Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule. Das Schulgeld richtet sich nach dem Verdienst der Eltern und beträgt etwa sechs Prozent des Brutto-Einkommens. Infos: www.waldorfschule.info Montessorischulen: Auch sie werden immer zahlreicher. „Hilf mir, es selbst zu tun“ lautet der Slogan des von Maria Montessori entworfenen Konzepts, das die Entwicklung des Kindes nach seinem eigenen inneren Bauplan ins Zentrum des Lernens stellt. Weitere Merkmale sind das selbstständige Arbeiten mit vorbereiteten Materialien, entdeckendes Lernen sowie eine von den Schülern selbst ausgeübte Fehlerkontrolle. Typisch sind auch das Lernen in jahrgangsgemischten Gruppen und die Rolle des Lehrers als unterstützender Beobachter. Da sich Montessorischulen teils in staatlicher, teils in privater Trägerschaft befinden, sind die Kosten unterschiedlich. Infos: www.montessori.de Generell gilt, was Sabine Brettschneider bei ihren Erfahrungen mit staatlichen und privaten Schulen beobachtet hat: „Die Atmosphäre in Privatschulen ist freundlicher und der Umgang zwischen Schülern, Lehrer und Eltern vertrauensvoller.“