Regeln für das Lernen in Gruppen


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Regeln für das Lernen in Gruppen

Gruppen haben ihre eigene Dynamik - was nicht ohne Folgen für das Lernen bleibt. Die Chancen und Risiken im Überblick:
  • Die von einer gut funktionierenden Lerngruppe ausgehende soziale Unterstützung trägt dazu bei, dass auch schwächere Schüler bei der Stange bleiben.
  • Gruppen ermöglichen den Austausch von Argumenten, Ideen und Lösungsansätzen und tragen so zu einem intensiven Wissensaustausch zwischen den Mitgliedern bei.
  • Im Gegensatz zur Einzel- und Paararbeit ist die Gefahr der Ablenkung beim Lernen in Gruppen groß. Pädagogen empfehlen daher, mit dieser Form der freiwilligen Zusammenarbeit frühstens nach der Grundschulzeit zu beginnen.
  • Da die Organisations- und Koordinationsprobleme (Raumbeschaffung, Terminabsprache, Betreuung, Verpflegung) mit steigender Teilnehmerzahl immer größer und komplizierter werden, raten Experten, die Zahl der Schülerinnen und Schüler auf maximal fünf zu begrenzen.
  • Damit Einzelne nicht dominieren oder Trittbrett fahren, sollten die Gruppenmitglieder leistungsmäßig nicht zu weit auseinander liegen.
Probleme beim Lernen in der Gruppe und ihre Lösung In der Partner- und Gruppenarbeit können auch Probleme auftauchen - für die es aber Lösungen gibt:
  • Einer bestimmt, was wie gemacht wird, die anderen folgen.
    Meist ein Problem in größeren, noch nicht lange bestehenden Gruppen. Sie bzw. die Mitglieder der Gruppe sollten den selbst ernannten Bestimmer darauf hinweisen, dass alle Teilnehmer gleichbereichtig sind und Entscheidungen nur nach Absprache und gemeinsam getroffen werden können.
  • Die Partner bzw. Gruppenmitglieder finden nicht zum gewünschten/gewohnten Arbeitsrhythmus.
    Hier hilft meist eine vorgeschaltete Spiel- oder Tobe-Phase. Die sollte zeitlich begrenzt und von allen genutzt werden. Danach geht's ruhig und konzentriert weiter. Taucht das Problem während des Arbeitens auf, bietet sich eine kurze Erholungspause an.
  • Spezialisten lösen bestimmte Aufgaben, die anderen schreiben ab.
    In einem eindringlichen Gespräch sollten Sie beiden Seiten klar machen, dass sie sich um die zwei größten Vorteile der Partner- und Gruppenarbeit bringen: das Privileg, mit- und voneinander lernen zu können, und den Bonus, ungestraft Fehler machen zu dürfen. Vermitteln Sie: Wer abschreibt oder abschreiben lässt, schadet sich und anderen.