Richtlinien für effektives Lernen mit neuen Medien

Die Macher der Online-Nachhilfe-Plattform sofatutor sind sich sicher, dass digitale Medien das Lernen verbessern, solange sie mit der richtigen Strategie genutzt werden.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Richtlinien für effektives Lernen mit digitalen Medien


1. Dauer und Häufigkeit der Nutzung beachten


Je nachdem, wie alt das Schulkind ist, sollte die Nutzung digitaler Medien zum Lernen bedarfsweise ausgerichtet werden. Wöchentlich können z.B. fünf Stunden ok sein, wenn diese gleichmäßig auf die Nachmittage verteilt sind. Nur bei intensiveren Schularbeiten oder Prüfungsvorbereitungen sollten längere Nutzungszeiten von maximal zwei Stunden pro Tag erlaubt sein.

2. Digitale Medien zielgerichtet nutzen

Bevor sich das Kind mit digitalen Lernangeboten beschäftigt, sollte es ein klares Lernziel vor Augen haben. Welche Informationen benötigt es? Welcher Stoff soll gelernt werden? Mit einem klaren Lernziel können Informationen besser gefiltert werden und man "verzettelt" sich weniger. Wenn Ihr Kind Probleme dabei hat, helfen Sie ihm, sich das Lernziel vorher abzustecken und die benötigten Informationen einzugrenzen. Für Referate kann es bspw. hilfreich sein, sich zunächst eine grobe Gliederung auszudenken, um dann gezielt nach Informationen zu suchen, anstatt sich ziellos durch alle verfügbaren Seiten zum Thema zu „googlen“.

3. Digitale Medien nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung betrachten


Digitale Medien sollten nicht als Zauberformel für schnelles und einfaches Lernen betrachtet werden! Sie eignen sich toll dazu, im Schulunterricht besprochene Inhalte zu vertiefen, zu veranschaulichen und zu wiederholen.  Wichtig ist auch, dass digitale Lerninhalte hinterfragt, diskutiert und mit anderen Quellen verbunden und aktiv mitgestaltet werden.

4. Die richtigen Erwartungen stellen

Nur, weil ein Kind verschiedene Lernprogramme besitzt und diese auch ab und zu nutzt, heißt das nicht, dass es automatisch alle Inhalte verinnerlicht. Lernen bleibt Lernen, auch wenn digitale Angebote es etwas angenehmer und abwechslungsreicher gestalten können und z.T. auch unbewusste Lernvorgänge in Gang setzen. Auch mit digitalen Lerninhalten muss zum größten Teil intensiv gearbeitet werden.

5. Ablenkungsquellen minimieren und Multitasking vermeiden

Beim Lernen mit digitalen Medien muss das Motto gelten: Entweder – Oder! Während des Lernens sind soziale Netzwerke, Chats, E-Mails und Spiele tabu. Lernerfolge sind nur dann möglich, wenn sich für den Zeitraum der Beschäftigung mit den Lerninhalten voll auf diese konzentriert wird, ohne jegliche Ablenkungen.

6. Grundschüler: Lernen mit Maß und Anleitung


Vor allem die Jüngsten brauchen Anleitung und Unterstützung.


© Thinkstock
Gerade in den ersten zwei Schuljahren brauchen Kinder Unterstützung und Anleitung beim Lernen mit digitalen Medien. Auch später sind klare Grenzen und die Überprüfung der Lerninhalte und Anwendungen durch die Eltern bzw. Lehrer wichtig. Dabei können bspw. festgelegte Zeitregelungen, konkrete Aufgabenstellungen sowie eine „Kindersicherung“ für das Internet helfen.


mehr zum Thema
digital lernen