Förderschule und integrative Schule

Wer "Sonderschule" hört, denkt meist nichts Gutes. Warum das falsch ist und was Förderschulen und integrative Schulen leisten können, lesen Sie hier.


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Man muss nicht "normal" sein, um in der Schule Erfolg zu haben!

Man muss nicht "normal" sein, um in der Schule Erfolg zu haben!


© Thinkstock
Förderschule/Sonderschule


Unter Förder- oder Sonderschulen versteht man sonderpädagogische Einrichtungen, in denen speziell ausgebildete Lehrer in kleineren Klassen mehr Zeit für die Förderung der einzelnen Schüler aufwenden. Auf Förder- und Sonderschulen wird meist der Hauptschulabschluss oder der Realschulabschluss angeboten. Es gibt mehrere Arten von Förderschulen, deren Lehrangebot speziell auf Kinder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen oder auf Schüler mit Lernschwäche abgestimmt ist. In einigen Bundesländern werden auch Einrichtungen für Hochbegabte als Förderschule bezeichnet.

Fazit:
In der Schule wird das Fundament nicht nur für den Bildungsweg, sondern oftmals auch für das spätere Leben gelegt. Förder- und Sonderschulen können Kindern mit einem Bedürfnis nach besonderer Aufmerksamkeit einen Schutzraum bieten, in welchem sie von den Pädagogen intensiver begleitet werden, als es in einer herkömmlichen Schule möglich ist. Denn der Vergleich mit Gleichaltrigen kann von Kindern, die in irgendeiner Weise von der "Norm" abweichen, auch als demotivierend und belastend erlebt werden. Und wer will für sein Kind einen Start ins Leben, der von Druck und Misserfolgen geprägt ist? Allerdings gibt es vor allem gegen die Institution Sonderschule viele Vorurteile, oft wird die Trennung von Kindern nach "normal" und "von der Norm abweichend" auch als Diskriminierung empfunden. Sollten Sie dieser Meinung sein, ist das vielleicht das Konzept der integrativen Schule eine Alternative für Ihr Kind.
Integrative Schule
Da die schulische Trennung von Kindern mit und ohne Einschränkungen oft als diskriminierend und benachteiligend empfunden wird, gibt es auch Regelschulen, die Integration und Inklusion fördern. Dieser pädagogische Ansatz setzt darauf, dass Kinder mit Beeinträchtigung von der Leistungsfähigkeit ihrer Klassenkameraden profitieren, während diese im integrativen Unterricht an Sozialkompetenz gewinnen. Die integrative Schule zeichnet sich zudem durch kleinere Klassen und intensive Betreuung durch speziell geschulte Lehrer aus.

Fazit:
Die integrative Schule funktioniert nach dem Prinzip der Gleichberechtigung und Gegenseitigkeit. Die Schule passt sich dem Kind an und nicht umgekehrt. Dieser Grundsatz funktioniert in der Praxis bei Kindern mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen meist sehr gut. Eltern von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten und kognitiven Beeinträchtigungen sollten ein Auge darauf haben, ob sich das eigene Kind gut in die Klasse integriert und ob dieses Modell den Bedürfnissen des Kindes gerecht wird.