Gymnasium und Gesamtschule

Ob individuelles Lernen in der Gesamtschule oder eher leistungsorientiert Schullaufbahn auf dem Gymnasium - beide Schulformen haben Vor- und Nachteile. Welche das sind, erfahren Sie hier.


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Gleich Leistung oder doch ein bisschen entspannter?

Gleich Leistung oder doch ein bisschen entspannter?


© Thinkstock
Gymnasium


Das Gymnasium ist eine weiterführende Schule, auf der nach acht Jahren die allgemeine Hochschulreife, das Abitur, gemacht werden kann. Damit besitzt der Absolvent die Befähigung, an allen Hochschulen in Deutschland jedes Fach zu studieren. Ab der fünften Klasse wird meist Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet, ab der siebten Klasse werden je nach Zweig unterschiedliche Schwerpunkte gelegt:

Im mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium haben die Schüler mehr Wochenstunden in Mathe, Physik, Biologie und Chemie.

Im neusprachlichen Zweig liegt, neben Latein ab der siebten Klasse, der Schwerpunkt auf modernen Sprachen wie Französisch, Spanisch oder Italienisch. Zwischen einer dieser Sprachen kann meist ab der neunten Klasse gewählt werden.

Im humanistischen Zweig werden die alten Sprachen Latein und Altgriechisch schwerpunktmäßig unterrichtet

Neben diesen Hauptzweigen gibt es noch sozialwissenschaftliche und Wirtschafts-Gymnasien. Auf Gymnasien mit künstlerischen, musischen oder sportlichen Schwerpunkten sind auch hochbegabte Kinder gut gefördert.

Fazit:
Das Gymnasium bietet mit den unterschiedlichen Zweigen Ihrem Kind die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten gut auszubilden und sich bereits in der Schule mit den persönlichen Stärken auseinanderzusetzen. Mit dem allgemeinen Abitur stehen ihm dann alle Türen für die akademische Weiterbildung offen, und auch als Ausgangspunkt für eine Berufsausbildung ist das Abitur eine gute Voraussetzung.
Gesamtschule
Die Gesamtschule ist die einzige Möglichkeit, das gegliederte Schulsystem in Deutschland zu umgehen. Hier lernen bis zum siebten Schuljahr alle gemeinsam, unabhängig von individueller schulischer Leistung. Welchen Abschluss das Kind macht, kann bis Ende des 10. Schuljahres offen gelassen werden. In den Jahrgängen sieben und acht, der Differenzierungsstufe, werden die Schüler, je nach Neigung und Leistung, in zwei verschiedenen Ebenen in Englisch, Deutsch und Mathematik unterrichtet. In der neunten und zehnten Klasse, der Profilierungsstufe, wird der Stundenplan um Wahlpflichtkurse zur Spezialisierung und Berufsvorbereitung wie Informatik, Handwerk oder Elektronik erweitert. In der Sekundarstufe II, also der 11. und 12. Klasse, können die Schüler die gymnasiale Oberstufe absolvieren und das Abitur machen.

Fazit:
Gerade etwas "verträumten" Kindern, die nach der Grundschule vielleicht noch nicht gleich für den Leistungsdruck einer weiterführenden Schule bereit sind, gibt die Gesamtschule eine Chance auf eine verlängerte Orientierungszeit. Zudem bietet die Gesamtschule mit dem System der berufsvorbereitenden Wahlpflichtkurse einen etwas praxisnäheren Entwurf als das herkömmliche Gymnasium. Insbesondere, wenn Ihr Kind nach dem Abitur eine Berufsausbildung dem Studium vorzieht.