Privatschulen: kirchliche, internationale und Internat

Last but noch least: Zu den Privatschulen zählen auch kirchliche und internationale Schulen sowie die meisten Internate. Welche Vor- und Nachteile es gibt? Das erfahren Sie hier.


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Noch keine zündende Idee? Kein Wunder, bei dem Schul-Wirrwarr.

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© Thinkstock
Kirchliche Schulen


Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche unterhalten etliche private Schuleinrichtungen von der Grund- bis zur Berufsschule. Die Pädagogik an kirchlichen Schulen stellt das christliche Menschenbild, Werte wie Nächstenliebe und die Gemeinschaft in den Vordergrund. Glaube und Religiosität sind zwar keine Voraussetzung für den Besuch dieser Schulen, auf Religion wird allerdings auch im Unterricht großen Wert gelegt.

Fazit:
Trotz aller Negativschlagzeilen der letzten Zeit ist die Qualität einer Ausbildung unter kirchlicher Trägerschaft meist sehr hoch. Auch wenn Religiosität und Glaube keine Voraussetzung für den Schulbesuch darstellen, ist die eigene Einstellung zur Religion aber möglicherweise ein entscheidender Faktor, um sich in diesem Umfeld wohl zu fühlen. Sie sollten diese Umstände in jedem Fall in Ihre Entscheidung über die Erziehung Ihres Kindes in einer kirchlichen Schule einbeziehen.
Internationale Schule
International sind an diesen Schulen meist nicht nur die Schüler, auch der Unterricht wird oft in einer Fremdsprache oder zweisprachig in Englisch und Deutsch abgehalten. Auch wenn der Lehrplan und die Fächer sich nicht unbedingt am deutschen Schulsystem orientieren: Der Abschluss des International Baccalaureate (IB) kann meist problemlos anerkannt werden, wenn eine für das deutsche Abitur übliche Fächerkombination belegt wurde.

Fazit: Wenn Sie in der Bildung Ihres Kindes Wert auf einen Schwerpunkt in Fremdsprachen und auf ein internationales Umfeld legen, ist die Internationale Schule eine gute Alternative zu deutschen Regelschulen. Auch für Kinder mit zweisprachigem oder Migrationshintergrund ist diese Schulart bestens geeignet. Für die spätere Bildungskarriere im deutschen Hochschulsystem sollte allerdings auf eine dem öffentlichen Schulsystem angepasste Fächerwahl geachtet werden.
Internat
Gründe dafür, seine Kinder auf ein Internat zu schicken, gibt es viele. Nicht nur die familiäre Situation kann ausschlaggebend für die Entscheidung sein, sondern auch die Gewissheit, dass das eigene Kind rund um die Uhr betreut wird und dazu noch eine gute Ausbildung bekommt. Neben den staatlich geforderten Lernzielen können im Internat auch zusätzliche Kompetenzen und Fähigkeiten vermittelt werden, wie es in einer externen Regelschule oft gar nicht möglich ist. Viele Internate bieten eine große Auswahl an Sportmöglichkeiten und an handwerklicher und künstlerischer Betätigung. Auch eine persönliche Beziehung zwischen Lehrern und Schülern, die individuelle Förderung und intensive Betreuung durch kleine Klassenverbände ist in Internatsschulen möglich. In der Regel werden, je nach Schule, alle staatlich anerkannten Abschlüsse angeboten.

Fazit:
Ein Internat gewährleistet nicht nur für Eltern, die wenig Zeit für die Erziehung Ihres Nachwuchses haben, eine umfassende Betreuung und gute Ausbildung. Im Gegensatz zu externen Schulen weisen die Klassenverbände einen intensiveren Zusammenhalt der Schüler auf. Das stärkt früh das Verantwortungsbewusstsein für andere und die sozialen Kompetenzen. Zudem hat fast jedes Internat für die Zeit nach dem Schulabschluss ein Netzwerk von Ehemaligen, die beim Start ins Berufsleben hilfreich sein können.