Die Chorionzottenentnahme (auch: Chorionzottenbiopsie) ist der frühest mögliche invasive Test der pränatalen Diagnostik, um Anomalien und bestimmte genetische Krankheiten des ungeborenen Babys zu erkennen. Eine solche Entnahme wird ab der 11. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Eine frühere Entnahme hat ein höheres Risiko.
Für eine Gewebeprobe führt der Arzt eine Punktionsnadel durch die Bauchdecke oder Scheide an den Mutterkuchen und entnimmt einige Zellen. Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt. Das Eingriffsrisiko liegt bei ca. 1 bis 3 Prozent.
Bereits nach 2-3 Tagen liegen erste Ergebnisse vor. Auf den richtigen Befund muss man jedoch ca. 3 Wochen warten. Allerdings kann es auch hier in bestimmten Konstellationen zu einer fehlerhaften Beurteilung kommen; z.B. wenn in die Gewebeprobe mütterliche Zellen gekommen sind.
Die Chorionzotten bilden die äußere Begrenzung der Fruchthöhle. Später sind sie Teil der Plazenta. Normalerweise haben sie die gleiche Erbsubstanz wie das Kind.
Hinweis: Diese Information ersetzt keine medizinische Beratung!

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