Das Fremdeln tritt meist um den 8. Monat herum auf, weshalb es auch 8-Monats-Angst genannt wird. Ganz plötzlich reagiert das Kind anders auf unbekannte Gesichter als bisher. Es versteift sich, starrt die Person misstrauisch an, wendet sich ab oder schreit.
Die Eltern beunruhigen muss auch dieses Verhalten nicht. Das Fremdeln markiert nämlich einen wichtigen Entwicklungsschritt und ist der Beweis dafür, dass der Nachwuchs wieder etwas gelernt hat. Die Babys können jetzt vertraute Menschen von unbekannten unterscheiden. Manche Kinder ziehen die Grenze zwischen beiden sehr eng und beäugen selbst die eigene Oma skeptisch. Die Intensität des Fremdelns lässt jedoch nach Expertenangaben keine Rückschlüsse auf den späteren Charakter des Kindes zu.

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