Wenn der Muttermund sich ausreichend geweitet hat, das heißt einen Durchmesser von 8-10 Zentimetern erreicht hat, beginnt die Austreibungsphase. Das Kind befindet sich nun in der richtigen Position im Geburtskanal, wodurch die so genannten Presswehen ausgelöst werden, die stärker und schmerzhafter sind. Die Wehenfrequenz erreicht jetzt ihren Höhepunkt und es kommt bis zu 6-7 Wehen in 15 Minuten.
Während dieser starken Wehen wird ein enormer Druck auf den kindlichen Körper ausgeübt, wodurch die Herzfrequenz des Kindes stark absinken kann. Daher müssen die Herztöne des Kindes und die der Mutter regelmäßig überprüft werden.
Um die Austreibungsphase gegebenenfalls schneller zu beenden, gibt es einige Hilfsmittel, wie zum Beispiel die Saugglocke oder Geburtszange. Ob diese Beschleunigungsmaßnahmen angewendet werden, hängt in erster Linie vom Zustand des Kindes und dem der werdenden Mutter ab.

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