Die 18. Woche schwanger: Sport und Wadenkrämpfe

Schwimmen ist gesund für Mama & Baby und macht außerdem glücklich. Also nichts wie ins Wasser! Plus: Danielas Tipp gegen nächtliche Wadenkrämpfe.


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18. SSW: Sport frei!


Kaum zu glauben -  die Halbzeit war nun fast erreicht. Körperlich ging es mir nach wie vor gut. Ich konnte mich wirklich nicht beklagen. Ich hatte plötzlich einen totalen Energieschub und hätte Bäume ausreißen können. Die letzten Wochen war ich ja solch ein energieloses Wrack! Trotz guter Eisenwerte hätte ich einfach nur noch schlafen können - und das stundenlang. Vom Bett direkt auf die Couch. Als hätte mir jemand den Stecker gezogen. Diese Antriebslosigkeit ist aber wirklich normal und lässt sich auch leider nur schwer beeinflussen. Der Körper einer Schwangeren leistet in der ganzen Zeit nun mal Schwerstarbeit und braucht Zeit um sich zu regenerieren. Umso glücklicher war ich über den plötzlichen Energiekick. Dieser tat mir unendlich gut und ich nahm ihn dankend an.

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Um dem Ganzen etwas nachzuhelfen und generell wieder fitter zu werden, beschloss ich, etwas für meine Fitness und mein generelles Wohl zu tun. Ich bin zwar kein Fitnessfanatiker oder ein Mensch, der großartig auf Kalorien und Gewicht achtet, aber ich wollte mich auch nicht ganz auf der Schwangerschaft ausruhen. Ebenfalls sollte mir Sport ein wenig Ablenkung verschaffen und für ein helleres Gemüt sorgen. Bewegung ist ja bekanntlich, sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Baby, sehr gesund.

Meine Wahl fiel auf Schwimmen. Wasser machte mir seit jeher Spaß. Zudem kommt noch dazu, dass Schwimmen den Rücken entlastet und die Gelenke schont (gerade wenn der Bauch dicker wird eine gute Sache). Vom Auspowern mal ganz abgesehen. Und das Beste: Man muss es nicht alleine machen. Also schnappte ich mir eine Freundin und ging regelmäßig schwimmen - nämlich einmal die Woche für zwei bis drei Stunden. Glaubt mir, es hat sich absolut rentiert! Auch wenn ich des Öfteren meinem inneren Schweinehund einen Hieb versetzen musste. Denn nach einem Neun-Stunden-Arbeitstag ist selbst die energiegeladenste Person irgendwann fertig. Schwanger oder nicht.

Im Endeffekt hat es sich aber dennoch immer ausgezahlt. War ich erstmal dort, konnte mich nichts mehr aufhalten. Mir persönlich hat es super gut getan. Ich war danach entstresst, ausgepowert und konnte nachts schlafen wie ein Bär. Meine Freundin, die ich ansonsten immer nur alle paar Wochen gesehen habe, bekam so Woche für Woche die neuesten Entwicklungen mit. Sie konnte regelrecht mit zusehen, wie der Bauch langsam aber sicher jedes Mal ein kleines bisschen rundlicher wurde. Auch wenn es mir selbst gar nicht so auffiel. Bisher trug ich nach wie vor meine Alltagsklamotten und auch der Bikini passte noch. Wenn auch nicht mehr lange …

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Aua! Wadenkrämpfe in der Nacht

Obwohl ich durch das Schwimmen an sich bombastisch schlafen konnte, wurde ich plötzlich und verstärkt durch nächtliche Wadenkrämpfe geweckt. Leider auch eine häufige und lästige Begleiterscheinung der Schwangerschaft. Jaaaa, auch ich sollte nicht ohne Wehwehchen bleiben. Nun hatte es auch mich erwischt. Zunächst waren es nur kurze und relativ leichte Wadenkrämpfe, die ich durch Druck auf den Fuß schnell wieder loswurde. Später wurden es dann aber ziemlich schmerzhafte Oberschenkelkrämpfe, die ich bis dato überhaupt nicht kannte.  Das gab die ein oder andere Nacht ganz schönes Theater und Geschrei im Schlafzimmer. Kaum hatte sich der eine Krampf gelöst und ich mich zum Schlafen wieder hingelegt, folgte der nächste. Das machte ich ein paar Nächte mit, in der Hoffnung, dass es nur bei einzelnen Malen bleiben sollte. Weit gefehlt. Ich hatte plötzlich so gut wie jede Nacht Krampfattacken, vier bis fünf Mal. Das raubte mir den letzten Nerv, und ich hatte mittlerweile schon fast Angst vor dem Schlafengehen. Es ist äußerst unangenehm von solchen Schmerzen aus dem Schlaf gerissen zu werden – glaubt mir. Ich setzte auf den guten alten Helfer "Magnesium", dieser sollte mir wieder zu ruhigeren Nächten verhelfen. Aber auch das funktionierte leider nicht wie erhofft. Ich nahm zwar vor dem Schlafengehen eine Tablette ein, aber die Krämpfe kamen trotzdem. Es wurde dadurch nicht wirklich besser. Was mir letztendlich geholfen hat, war mehr zu trinken. Simpel, aber effektiv. Leider bin ich von Natur aus ein schlechter Trinker und so musste ich mich selbst ein wenig austricksen und zum Trinken motivieren. Ich versuchte von nun an mehr darauf zu achten und immer ein volles Glas neben mir stehen zu haben. Wenn ich unterwegs war, nahm ich einfach ein kleines Fläschchen in der Handtasche mit. Ebenfalls bat ich meinen Freund darum, mich zwischenzeitlich immer wieder ans Trinken zu erinnern. Das funktionierte wirklich. So erledigte sich das mit den Krämpfen nach kurzer Zeit wieder. Also ihr lieben Schwangeren  – Trinken, Trinken, Trinken!

Habt ihr in der Schwangerschaft auch gesportelt? Ich freue mich auf eure Meinungen, Erfahrungen und Kommentare!

Alle Folgen meines Schwangerschaftstagebuchs findet ihr auf der Themenseite "Schwangerschaftstagebuch" hier bei familie.de
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Eure Daniela




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