Die 23. Woche schwanger: Zu laut fürs Baby?

Sodbrennen ist doof, Konzertbesuche sind schön. Wenn da nur nicht die Frage wäre: Ab wann ist es zu laut fürs Baby?


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23. SSW: Sodbrennen und Konzertbesuche


Meine 23. Schwangerschaftswoche begann etwas unentspannter als die Wochen zuvor. Ich wurde immer wieder, überwiegend in den Abendstunden, von kleineren Sodbrennen-Attacken heimgesucht. Für mich ein Zeichen, dass ich mein unbändiges Verlangen nach Fruchtsäften vielleicht ein wenig einschränken sollte. Ich hatte nie wirklich Probleme oder größere Erfahrungen mit Sodbrennen gemacht, daher mussten zunächst die üblichen Hausmittel her. Ich hatte nichts anderes. Also schmiss ich mir drei Mandeln ein, trank ein Glas Milch und setzte mich aufrecht hin. Das waren die Überlieferungen der Sodbrennen-Geplagten aus meinem näheren Umfeld. Siehe da, es half und der Spuk war schnell vorbei.

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Abwechslung muss sein - ab aufs Konzert!

Zwar ließ ich mich durch die Schwangerschaft nicht davon abhalten, auszugehen (warum auch?), aber es sollte mein erster Abend auf einem Konzert werden. Zwar nur ein kleines, aber trotzdem ein Konzert. Klar machte ich mir vorher Gedanken darüber, ob ich als Schwangere wirklich dahin gehen sollte. Würden mich die Leute eventuell komisch angucken, oder sogar den ein oder anderen dummen Kommentar ablassen? Ich musste es einfach drauf ankommen lassen. Also schmiss ich mich in Schale und los ging es. Wir hielten uns anfangs eher im Hintergrund. Da ich aber nicht unbedingt die Größte bin, kämpfte ich mich immer weiter nach vorne durch. Das war meinem Freund weniger recht. Zu groß war die Sorge, dass mich versehentlich jemand rammen oder schubsen würde. Er folgte mir auf Schritt und Tritt und bewachte löblich meinen Bauch. Er baute einen regelrechten Schutzwall um mich herum auf. Alles, was sich mir näherte, wurde mit vollem Körpereinsatz verdrängt.

An dieser Stelle keine falschen Vorstellungen bitte: Es handelte sich nicht um ein Konzert von Lady Gaga oder so, bei dem sich die Massen dicht an dicht drängten. Das wäre unter diesen Umständen natürlich auch mir zu heikel gewesen. Nein, es hielt sich alles in Grenzen und wie gesagt, ich hatte ja meinen persönlichen Bodyguard bei mir. Uns konnte also nichts passieren.
Wie laut sind 80 Dezibel?

Als ich da so stand mit meiner Flasche alkoholfreiem Bier in der Hand, kam mir plötzlich ein ganz anderer Gedanke. Ehrlich gesagt, machte ich mir darüber im Voraus weniger Gedanken. Dummerweise, wie ich finde. Ich, die eigentlich ständig über alles nachgrübelte, hatte völlig außer Acht gelassen, dass es unter Umständen zu laut für das kleine Menschlein im Bauch sein könnte. Also stellte sich mir die Frage, wie das generell mit der Musiklautstärke ist. Ab wieviel Dezibel es zu laut und eventuell sogar schädlich sein könnte?

Sofort griff ich zum "Smartphone" (das ist mittlerweile ja so eine Art Erste-Hilfe-Kasten für sämtliche Schwangerschaftsfragen geworden) und schaute nach, was das Internet zu diesem Thema bereithält. Hier war die Rede von 80 Dezibel, welche unter Umständen schon kritisch sind. Ja, leider konnte ich relativ wenig mit dieser Angabe anfangen. Was sind jetzt bitte genau 80 Dezibel? Bevor das nicht geklärt war, verkrümelte ich mich dann vorerst doch wieder weiter nach hinten.

Ich suchte weiter nach einer Antwort und fand heraus, dass 80 Dezibel ungefähr der Lautstärke eines Presslufthammers gleichen und es hier zu Schädigungen kommen kann. Gut, so laut war es jetzt nicht um mich herum, das war schon mal sicher. Somit war die Schallbelastung noch im grünen Bereich. Kritisch würde es werden, wenn die Bässe direkt im Magen zu spüren seien oder man sich kaum noch mit einer anderen Person unterhalten kann, aber auch das war nicht der Fall. Zudem dämpfen die Gebärmutter und das Fruchtwasser Geräusche in Richtung Baby ab. Aber alles ohne Gewähr. Natürlich muss im Einzelfall abgewogen werden, eine pauschale Entwarnung gibt es nicht. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass es nicht zu laut ist. Ich ging aber dennoch auf Nummer sicher und blieb hinten stehen. Der kleine Insasse machte keinen Mucks, ihm schien die Musik im Allgemeinen nicht viel auszumachen. Ach Moment, ich korrigiere, "IHR" schien es nichts auszumachen. So verbrachte ich einen sehr netten Abend im Kreise meiner Liebsten, was eine schöne Abwechslung war.

Hattet ihr auch schlimmes Sodbrennen in der Schwangerschaft? Wenn ja: Was hat euch geholfen? Ich bin neugierig auf eure Erfahrungen und Kommentare!

Alle Folgen meines Schwangerschaftstagebuchs findet ihr auf der Themenseite "Schwangerschaftstagebuch" hier bei familie.de.

Eure Daniela




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