35. SSW - Der Fundus auf dem Höchststand

Wenn Ihr Baby in diesen Tagen ungewohnt still ist, muss Sie das nicht beunruhigen. In der Gebärmutter wird es immer enger und das Baby hat keinen Platz mehr für ausgiebige Bewegungen. Mit dem Kopf ist es schon in Ihr Becken gesunken.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

35. SSW: Der Platz ist zu eng geworden, das Baby kann sich nicht mehr viel bewegen. Dafür aber umso heftiger treten.

Ihr Baby in der 35. SSW


Die Gebärmutter hat nun Ihren höchsten Stand erreicht und der Fundus liegt knapp unter den Rippen. Tritt Ihr Baby, das sich jetzt schon in Schädellage befindet, in Richtung Lunge kann das für Sie ziemlich unangenehm werden. Ab der 35. SSW können auch die ersten Senkwehen einsetzten, die das Kind tiefer in das Becken hineindrücken. Sie kommen in unregelmäßigen Abständen und versetzen Ihnen leichte Schmerzen im Rücken. Vor allem Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, können die Senkwehen zum Teil sehr heftig erleben.


Wichtig ist allerdings auch hier die Unregelmäßigkeit: sind die Abstände zwischen den Schmerzen gleich und werden kürzer, kann es sich um echte Wehen handeln. Informieren Sie dann Ihren Arzt oder Ihre Hebamme.

Verschiedene Wehenphasen der Geburt
  • 1 / 4
    Eröffnungswehen

    Die Eröffnungswehen leiten die Geburt ein. Der Muttermund öffnet sich (ca. 10 cm), der Gebärmutterhals verkürzt sich und das Baby rutscht tiefer in den Geburtskanal. Sie kommen etwa alle 5 bis 20 Minuten und dauern jeweils etwa 30 bis 60 Sekunden.

  • 2 / 4
    Austreibungswehen

    In dieser Phase der Geburt sind die Wehen deutlich heftiger. Der Druck auf die Gebärmutter steigt enorm. Die Wehen kommen alle 4 bis 10 Minuten. Bei Erstgebärenden kann diese Phase bis zu eine Stunde dauern.

  • 3 / 4
    Presswehen

    Die Presswehen gehören eigentlich noch zu den Austreibungswehen, setzen aber erst gegen Ende der Geburt ein. Sie sind der schmerzliche Höhepunkt. Sie werden häufig als enormer Druck auf den Darm wahrgenommen. Jetzt geht es nur noch im Millimeterschritt voran, das Baby wird durch den letzten Teil des Geburtskanals geschoben. Arbeitet die werdende Mutter aktiv mit, verkürzt sich diese Phase.

  • 4 / 4
    Nachgeburtswehen

    Auch wenn das Baby schon auf der Welt ist, kommen noch einmal Wehen. Die Nachgeburtswehen helfen dem Körper dabei, die Plazenta von der Gebärmutterwand zu lösen. Das gute, die Wehen kommen unregelmäßig und sind kaum schmerzhaft.



Das Baby in der 35. SSW: Trittfest


Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Baby ruhiger ist als in den letzten Wochen. Immerhin ist es nochmals deutlich gewachsen und der Platz in der Gebärmutter ist eng geworden. Purzelbäume und ausgiebiges Strampeln sind einfach nicht mehr möglich.

Doch jetzt können Sie dafür etwas ganz neues erleben. Hinter jedem Tritt Ihres Babys steckt inzwischen ordentlich Kraft. Und da die Wände der Gebärmutter in den letzten Wochen vor der Geburt schon sehr dünn sind, kann Ihr Baby Ihren Bauch etwas verformen. Jede kleine feste Beule können Sie streicheln und so Ihr Baby auf ganz neue Weise spüren.
Tipps zur 35. SSW: Damm-Massage
Gegen Ende der 35. Schwangerschaftswoche können Sie Ihren Körper gut mit einer Damm-Massage auf die Geburt vorbereiten. Sie dehnt und lockert und hilft somit, die Geburt möglichst unverletzt, ohne Dammriss oder Dammschnitt zu überstehen. Nehmen Sie ein warmes Bad oder wärmen Sie den Damm mit warmen Kompressen an. Reiben Sie nun in vorsichtig kreisenden Bewegungen ein gutes pflanzliches Öl ganz fein in das Gewebe zwischen Vagina und After. Sie können auch Daumen und dann zwei Finger in die Vagina einführen und versuchen, durch Spreizen der Finger das Gewebe ganz vorsichtig zu dehnen.

Der Dammriss ist nur eine der wenigen Dinge, die Frauen vor allem gegen Ende der ersten Schwangerschaft belasten. Wir haben uns die wichtigsten Fragen von einem Frauenarzt beantworten lassen: Fragen zur Geburt.
Hebamme Anke Kieltyka vom Bund Deutscher Hebammen gibt Tipps, wie Sie den Damm auf die Geburt vorbereiten können.



mehr zum Thema
Schwangerschaftswochen Mama
Artikel kommentieren
Login