Die 36. Woche schwanger: Basteln fürs Baby

In Danielas 36. Schwangerschaftswoche ist einiges passiert: Das Köpfchen sitzt fest im Becken, ein Mobile wird eigenhändig gebastelt und einen Geburtswunschzettel gibt's obendrauf.


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36. SSW: Ich bin dein Vater


Die zwei letzten Nächte waren herrlich ruhig. Ich hatte einen richtig erholsamen Schlaf. Selbst auf Toilette musste ich nur ein, zwei Mal. Was im Grunde NICHTS war. Putzmunter und ausgeschlafen durfte ich, gemeinsam mit meinem Freund, diese Woche beim Jugendamt antanzen. Ich hatte schon vor Wochen einen Termin ausgemacht.

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Es ging um die Vaterschaftsanerkennung. Da wir nicht verheiratet sind, sollte diese vor der Geburt beurkundet werden, damit Papa auch von Anfang an in das Geburtenbuch eingetragen wird. Natürlich kann man das auch nachträglich noch machen, aber der frühe Vogel fängt ja bekanntlich den Wurm. Ich wollte einfach so viel wie möglich vorab geregelt haben. Auch die Sorgerechtserklärung wurde hier gleich mit aufgesetzt. Nicht, dass dann die große Rennerei losgeht, wenn ich im Krankenhaus liege. Im Grunde ging alles ganz schnell von statten. Wir wurden über die Formalitäten und unsere zukünftigen Rechte aufgeklärt. Ich musste bestätigen, dass mein Freund auch wirklich der Vater des Kindes ist.

An dieser Stelle, ich gebe es ja zu, dachte ich kurz darüber nach, wie wohl die Damen und Herren im Raum reagieren würden, wenn ich jetzt einfach "Nö" sage. >:-) Das machte ich natürlich nicht, aber einen zweifelnden Blick warf ich meinem Freund spaßeshalber zu. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht immer alles unglaublich ernst nehme. Aber gut, natürlich war er der Vater (Ehrenwort) und das bestätigte ich selbstverständlich. Anschließend wurden die Personalausweise rübergereicht und das Ganze beglaubigt. Eine Sache von 10 Minuten. Die ganzen Unterlagen kamen direkt in die Mappe, welche ich schon vorab für das Krankenhaus vorbereitet hatte. Eine praktische Sache. Sämtlicher Papierkram, der im Krankenhaus benötigt wird, findet sich in dieser Mappe wieder und ist immer griffbereit. Was man alles für Unterlagen benötigt, findet ihr übrigens hier: Das muss in die Kliniktasche.
Wir basteln ein Mobile


Mobile basteln aus Knöpfen


© privat
Da es ja nicht mehr lange bis zur Geburt hin ist, wurden nun die letzten Vorbereitungen, was Ausstattung und Co. bei uns Zuhause anging, getroffen. Wir stellten fest, dass wir noch kein Mobile für das Bettchen hatten. Also kamen wir auf die Idee, einfach eins zu basteln. Selbstgebasteltes ist ohnehin viel schöner und vor allem persönlicher. Auch wenn wir nicht die größten Bastelexperten sind, machten wir uns direkt an die Arbeit. Ich bin, warum auch immer, von Knöpfen fasziniert. So kamen wir auf die Idee, ein Knopf-Mobile zu basteln. Viele bunte Knöpfe, die runterhängen und sich drehen würden. Das muss einem Baby gefallen!

Also zogen wir los und besorgten Knöpfe in allen Formen und Farben. Ein Mobile aus dem Laden wäre mit Sicherheit günstiger gewesen. Man glaubt ja gar nicht, was solche Knöpfe kosten. Es ging uns aber um das Wesentliche. Etwas, in das wir Liebe reinstecken und gemeinsam für unser kleines Töchterchen basteln würden. Wann macht man so etwas schon mal zusammen? Irgendwie hat es auch was total Romantisches, findet ihr nicht?! Ich war auch ganz erstaunt, dass mein Freund so begeistert von der Idee war und direkt mitmachte. Da saßen wir nun mit unseren Knöpfen und Perlchen, Fäden und Stäbchen. Was ein Gefädel und Gefummel. Es machte uns aber beiden sehr viel Spaß. Nach ein paar Stunden waren wir fertig. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen! Falls ihr also noch ein Mobile benötigt, bastelt es doch einfach selbst. 

> Entweder aus Knöpfen oder aber dieses entzückende Wolken-Mobile zum Träumen - Hier geht's zur Mobile-Bastelanleitung.

Mobile basteln aus Knöpfen


© privat

Das Köpfchen sitzt fest!

Letzte Woche besuchte mich eine sehr gute Freundin aus München. Vom täglichen Arbeitsstress geplagt, sehnte sie sich nach einer kleinen Pause. Einfach mal eine ruhige Kugel schieben. Sie brauchte Erholung. Was lag also näher, als mich besuchen zu kommen? Kugelschieben war für mich ja tägliches Brot. Gesagt - getan! Sie setzte sich ins Auto und kam gedüst. Wir machten eine Woche lang das, was Mädels nun mal so machen. Reden, spazieren gehen, fotografieren, kochen, durch die Stadt bummeln. Es war herrlich.

CTG 36 SSW


© privat
Da noch einige Termine und Erledigungen anstanden, begleitete sie mich einfach dorthin mit. Unter anderem stand mein nächster CTG Termin an. Das war für sie natürlich auch ein absolutes Highlight. Wann bekommt man schon mal die Herztöne eines Babys zu hören?! Sonst war hier ja immer nur der Papa dabei. Bei der anschließenden Untersuchung stellte der Frauenarzt fest, dass das Köpfchen nun endlich festsaß. Bedeutete also Entwarnung für mich und die kleine Dame. Sollte nun überraschenderweise und frühzeitig die Fruchtblase platzen, wäre die Gefahr eines Nabelschnurvorfalles "gebannt".
Wunschzettel zur Geburt?

Auch zur Geburtsanmeldung im Krankenhaus kam meine Freundin mit. Das erste Mal eine Geburtsstation von innen sehen, war auch für mich neu. Hier sollte ich also in spätestens fünf Wochen liegen? Uiuiui. Es sah alles sehr warm und freundlich aus. Überall schöne Bilder und Mobiles an der Wand. Die hätten besser auch mal eins mit Knöpfen hingehängt! ;-) Man fühlte sich direkt wohl. Ich hatte ein gutes Gefühl bei der Wahl des Krankenhauses. Ich meldete mich also an und gab - Achtung, jetzt kommt’s - meinen Wunschzettel ab.

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Was für einen Wunschzettel fragt ihr euch gerade? Tja, das hatten wir im Vorbereitungskurs besprochen. Da stehen jetzt logischerweise keine Wünsche wie: „Bitte lass die Geburt schnell gehen“, „Ich will doch lieber einen Jungen“ oder „Ich wünsche mir ‚ne Milchpumpe“ drauf. Man ist hier ja schließlich nicht auf der Weihnachtsmannstation. Nein, hier äußert man seine Wünsche bezüglich der Geburt. Wie die Hebammen sich möglichst verhalten und auf was sie Rücksicht nehmen sollen. Sowas sollte man nämlich möglichst vorab klären. Während der Wehen hat man meist alles vergessen. Einfach einen kleinen, schriftlichen Wunschzettel bei der Anmeldung abgeben.

Ich hatte folgende Wünsche: Langes und direktes Bonding nach der Geburt, sollte was mit mir sein, Bonding mit Papa, Wassergeburt wenn möglich und einen Einlauf vorab (der ist nämlich nicht mehr standardmäßig dabei und dann hat man den Salat.) Die Hebamme war positiv angetan von meinem Wunschzettel und steckte ihn zu meiner Akte. Das nächste Mal werde ich die Geburtsstation in anderer Verfassung wiedersehen. Langsam aber sicher steigt die Aufregung in mir. Nicht mehr lange!!!

Alle Folgen meines Schwangerschaftstagebuchs findet ihr auf der Themenseite "Schwangerschaftstagebuch" hier bei familie.de. Und natürlich freue ich mich über jeden einzelnen Kommentar, ob direkt hier oder bei Facebook!

Eure Daniela



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