Die 38. Woche schwanger: Müdigkeit - was ist das?

Uuuuuuund: Energie! In der 38. Woche wird Daniela von einem Energieschub gepackt, den sie in Gartenarbeit investiert.


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38. SSW: Wohin nur mit all der Energie?!


Trotz meines kugelrunden Bauches war ich ziemlich aktiv. Ich hätte Bäume ausreißen können, so voller Energie steckte ich plötzlich. Bäume sind jetzt vielleicht etwas zu hoch gegriffen, aber Gräser und Unkraut ... das passte. Also machte ich mich nützlich. Der Schrebergarten schrie geradezu nach einer helfenden Hand, die ihn von all dem unschönen Gestrüpp der letzten Monate befreien sollte. Also machte ich mich an die Arbeit. Ich hatte so oder so genug Zeit, also konnte ich die Zeit auch für etwas Sinnvolles nutzen. Ich rupfte, zupfte, schnibbelte und topfte um. Es war ein kleiner Sportausgleich zum wochenlangen Couchpotatoeing. Es machte mir Spaß und ich betätigte mich körperlich. Außerdem verbrachte ich so meine Zeit an der frischen Luft. Was konnte es Besseres geben?! Lediglich das in die Hocke setzen schlauchte mich nach kürzester Zeit. Hier half zum einen ein kleines Rentnerhöckerchen und zum anderen ein innovativer Unkrautzupfer am Stiel.

Gartenarbeit in der Schwangerschaft


© Thinkstock
Ich war also gut ausgerüstet und konnte problemlos weiterwurschteln. Hätte mich mein Freund nicht aufgehalten, hätte ich womöglich noch die ganze Gartenhütte gestrichen. Ich war so voller Tatendrang, dass ich immer wieder an kleinere Päuschen zwischendurch erinnert werden musste. Ich war nicht müde zu kriegen. Nach drei Stunden Schufterei zwang ich mich jedoch selbst, aufzuhören. Nicht dass es am Ende womöglich doch zu viel werden würde. Aber es war unglaublich, was mein Körper plötzlich an Energie aufbringen konnte. Den einen Tag schleppt man sich mühselig vom Bett auf die Couch und am anderen Tag wäre man "theoretisch" fit genug um einen Marathon zu laufen. Wie auch immer, so herum war es mir definitiv lieber.

Erschöpft und zufrieden beendete ich die Gartenarbeit und wurde daheim mit einem leckeren Abendessen und einer obligatorischen Nackenmassage belohnt. "MASSAGE???!!!" werden jetzt sicher einige von euch denken. Ja, ich weiß. Auch ich kenne die Behauptung, dass eine Massage Wehen auslösen kann. So ziemlich alles kann ja irgendwie Wehen auslösen. Massagen, Gartenarbeit, Tee trinken, Bilder malen. Überall steckt irgendwo ein kleiner Auslöser drin. Aber gut. Ich bin bereit. Von mir aus kann es losgehen. Die Wehen können ruhig kommen, das wäre mir nur Recht. Je eher, desto besser. :-)

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Bauch schnauft bergauf

Auch diese Woche musste ich natürlich wieder zur Kontrolle zum Frauenarzt. Das nervte mich ehrlich gesagt immer mehr. Jede Woche das gleiche Prozedere. Der Weg zum Arzt wurde ohnehin immer beschwerlicher. Zwar konnte ich problemlos stundenlang Unkraut zupfen, aber laufen wurde problematisch. Gerade wenn man, wie es in meinem Fall war, auch noch bergauf laufen musste. Mehr als fünf Minuten am Stück  bedeutete Schmerzen für mich. Da mein Freund vormittags das Auto brauchte, blieb mir leider nichts anderes übrig. Fahrrad fahren ging ja auch nicht mehr.Ich hatte während des Laufens mittlerweile immer stärkere Schmerzen im linken Beckenbereich. Ein stechender Schmerz ist das. Das Baby war logischerweise nun schon ziemlich groß und der Platz eng. So lange ich nicht laufen musste, war das auch alles erträglich. Nach kürzester Zeit ging es aber dann los. Ich musste dann wirklich langsam gehen oder komplett stehenbleiben. Es stach so sehr, dass ich keinen Schritt mehr vorwärts machen konnte. Es fühlte sich dabei so an, als würden die Knochen, Bänder, Sehnen (was auch immer) blockieren. Eine unschöne Sache. So kann ein fünf minütiger Weg plötzlich zum zwanzig minütigen Abenteuer werden.

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Plus neun Kilo - mit viel Wasser

Auch das Wasser in meinem Körper erschwerte alles ein wenig. Aktuell war ich bei neun Kilo Gewicht, die ich während der Schwangerschaft zugenommen hatte. Was ich persönlich als nicht wirklich viel empfand. Dennoch spürte ich, wie die Beine durch das Wasser schwerer und dicker wurden. Was sich natürlich auch nochmal aufs Gehen auswirkte. Teilweise hatte ich das Gefühl, eine Kugel unter der Fußsohle stecken zu haben. Ein ganz merkwürdiges Gefühl war das. Auch mein Gesicht glich langsam aber sicher einem Ballon. Aber keine Zeit für Eitelkeiten. Es ist nun mal, wie es ist. Eine Schwangerschaft ist nun mal kein Zuckerschlecken. Meine Mutter erzählte mir vor kurzem, dass sie bei ihrer ersten Schwangerschaft mit meinem Bruder ganze 35 Kilo zugenommen hatte, aufgrund von Wassereinlagerungen. Da war ich sprachlos. Ich darf und will mich also gar nicht beschweren. So viel zu mir.

Noch zwei Wochen bis zum Geburtstermin! Ich bin gespannt,  ob es wirklich noch so lange dauern wird. Ich trinke weiterhin meinen Tee und führe von nun an abendliche Pflichtmassagen ein :-) Drückt mir also die Daumen, dass es bald soweit ist.

Alle Folgen meines Schwangerschaftstagebuchs findet ihr auf der Themenseite "Schwangerschaftstagebuch" hier bei familie.de. Und natürlich freue ich mich über jeden einzelnen Kommentar, ob direkt hier oder bei Facebook!
Eure Daniela



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