39. SSW - Der Muttermund öffnet sich

In der 39. SSW misst Ihr Bauchumfang – gemessen von der einen Seite zur anderen – fast einen Meter. Kein Wunder dass den meisten Schwangeren die letzten Wochen sehr unangenehm sind. Aber bald geht es los: Der Muttermund beginnt sich zu öffnen.


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39. SSW: Die Käseschmiere geht zurück

Ihr Baby in der 39. SSW


In der 39. SSW ist das Baby etwa 50 cm groß. Es wiegt circa 3250 g.

39. SSW und der große Countdown läuft: Jetzt kann es jederzeit losgehen. Aber das wird auch Zeit, denn die letzten Monate haben sehr am Körper gezehrt. Das Gewicht und die Größe des Babys belasten und der große Bauch ist irgendwie immer im Weg. Können Sie sich noch daran erinnern, wann Sie zum letzten Mal Ihre Füße gesehen haben?

Aber auch, wenn man die Tage zählt, bis die Schwangerschaft ein Ende hat und man das Baby dann endlich in den Armen halten kann, um die Geburt kommt keine Frau herum. Und das kann einen ziemlich ängstigen. Hebamme Jana Friedrich beruhigt, Angst vor der Geburt zu haben ist völlig normal. Wichtig ist, dass diese Ängste nicht die Oberhand gewinnen. In unserem Ratgeber gibt sie Tipps, wie jeder seine Ängste bewältigen kann:

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Angst vor den Schmerzen, Versagen & Komplikationen. Tipps von Jana Friedrich, die bei der Bewältigung helfen.


Bemerken Sie einen leicht blutigen, festen Ausfluss? Das ist ein gutes Zeichen! Der Schleimpfropf, der bis jetzt die Gebärmutter versiegelt hatte, um das Baby vor aufsteigenden Infektionen zu schützen, hat sich gelöst. Zusammen mit den Übungswehen sind das eindeutige Anzeichen, dass es bald losgehen kann. Wichtig ist jetzt, die Übungswehen von echten Wehen genau unterscheiden zu können.

Wie erkenne ich die Eröffnungswehen?


Übungswehen begleiten Sie schon seit den letzten Wochen. Sie haben also sicher ein gutes Gespür dafür entwickelt. Natürlich ähneln diese Wehen den echten Wehen. Allerdings gibt es ein paar eindeutige Unterschiede, die Sie so kurz vor der Geburt immer wieder überprüfen sollten. Eine gute Möglichkeit, echte Geburtswehen von den Vorwehen zu unterscheiden ist Wärme. Während die Vorwehen bei Wärme schwächer werden, spüren Sie echte Geburtswehen bei Wärme umso deutlicher. Außerdem sollten Sie jetzt genau auf die Uhr schauen: Kommen die Wehen in regelmäßigen Abständen, halten bis zu 60 Sekunden an und kehren alle fünf bis zehn Minuten wieder, dann wird es jetzt Zeit, ins Krankenhaus zu fahren. Die Geburt geht los. Ihr Muttermund wird sich in dieser Eröffnungsphase der Geburt bis auf acht Zentimeter öffnen.

Verschiedene Wehenphasen der Geburt
  • 1 / 4
    Eröffnungswehen

    Die Eröffnungswehen leiten die Geburt ein. Der Muttermund öffnet sich (ca. 10 cm), der Gebärmutterhals verkürzt sich und das Baby rutscht tiefer in den Geburtskanal. Sie kommen etwa alle 5 bis 20 Minuten und dauern jeweils etwa 30 bis 60 Sekunden.

  • 2 / 4
    Austreibungswehen

    In dieser Phase der Geburt sind die Wehen deutlich heftiger. Der Druck auf die Gebärmutter steigt enorm. Die Wehen kommen alle 4 bis 10 Minuten. Bei Erstgebärenden kann diese Phase bis zu eine Stunde dauern.

  • 3 / 4
    Presswehen

    Die Presswehen gehören eigentlich noch zu den Austreibungswehen, setzen aber erst gegen Ende der Geburt ein. Sie sind der schmerzliche Höhepunkt. Sie werden häufig als enormer Druck auf den Darm wahrgenommen. Jetzt geht es nur noch im Millimeterschritt voran, das Baby wird durch den letzten Teil des Geburtskanals geschoben. Arbeitet die werdende Mutter aktiv mit, verkürzt sich diese Phase.

  • 4 / 4
    Nachgeburtswehen

    Auch wenn das Baby schon auf der Welt ist, kommen noch einmal Wehen. Die Nachgeburtswehen helfen dem Körper dabei, die Plazenta von der Gebärmutterwand zu lösen. Das gute, die Wehen kommen unregelmäßig und sind kaum schmerzhaft.



Das Baby in der 39. SSW: bereit für die Geburt
In der 39. SSW hat das Baby seine Geburtsgröße ziemlich erreicht. Es misst von Kopf bis zur Ferse etwa 50 Zentimeter. In den nächsten Tagen und Wochen wird es vorwiegend noch etwas an Gewicht zulegen. Auch die Lungenreife ist jetzt endlich abgeschlossen. Daran hat Ihr Bauchbewohner so ziemlich seit Beginn der Schwangerschaft gearbeitet. Aber jetzt ist es bereit für das Leben "da draußen". Doch Babys haben es mit der Geburt meist nicht ganz so eilig. Nur selten kommen sie wirklich zum errechneten Geburtstermin auf die Welt. Seit den letzten Wochen liegt Ihr Baby aber vermutlich schon in der richtigen Geburtsposition. Auch der Platz in der Gebärmutter wird immer enger. Das Baby passt eingerollt gerade noch so in Ihren Bauch und nutzt jeden freien Zentimeter. Deshalb rutscht der Kopf auch automatisch in den leicht erweichten Gebärmutterhals.

Das Fruchtwasser hat inzwischen eine weißlich-trübe Färbung angenommen. Das liegt daran, dass das Baby nun auch die Käseschmiere abgestoßen hat. Sie hat in den letzten Moanten als Schutzschicht für die noch dünne Haut gedient. Jetzt wird sie dafür nicht weiter benötigt. Die letzten Reste dienen als eine Art Gleitmittel für die Geburt. 

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Nutzen Sie die freie Zeit

Wir gebe es ja zu, das Warten ist ätzend. Trotzdem: Nutzen Sie die freie Zeit, bevor das Baby da ist. Gönnen Sie sich vor allem viel Ruhe. Die Geburt und die erste Zeit mit Baby wird anstrengend. Was manchen Müttern hilft, sich mental besser auf Tag X vorzubereiten, ist ein Geburtsplan. Hier können Sie Wünsche und Erwartungen aufschreiben und diese jedem mitteilen, von dem Sie denken, dass er diese Infos haben sollte. Es kann zum Beispiel sehr sinnvoll sein, mit Ihrem Partner zu besprechen, welche Unterstützung Sie von ihm im Kreissaal möchten. In unserem Artikel dazu finden Sie einen Geburtsplan als PDF zum Ausdrucken.

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Ein Geburtsplan ist einen schöne Methode um sich gedanklich auf die Geburt vorzubereiten. Hier gibt es die Vorlage zum Ausdrucken.


In der 39. SSW sollten eigentlich fast alle Vorbereitungen für das Baby getroffen sein. Schließlich kann es theoretisch jederzeit los gehen. Ein paar Kleinigkeiten fehlen aber meist immer noch. Die können Sie jetzt erledigen. Wie wäre es zum Beipsiel mit einem selbstgemachten Mobile für das Baby? Mama Daniela aus unserem Schwangerschaftstagebuch hat das gemacht und auch ihr Freund war ganz begeistert von der Idee. Wie das Knopfmobile am Ende geworden ist, können Sie hier nachlesen.

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In dieser Tagebuchfolge: Das Köpfchen sitzt fest im Becken, ein Mobile wird eigenhändig gebastelt und einen Geburtswunschzettel gibt's obendrauf.


Wie Daniela die 39. SSW erlebt hat, das erfahrt ihr hier: Die 39. Woche schwanger.

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Zurück zur 38. Schwangerschaftswoche geht es hier: Die 38. SSW - Die letzte Vorsorgeuntersuchung






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