Die 40. Woche schwanger: Jetzt geht's los! Oder!?

In der 40. Schwangerschaftswoche zieht Daniela ein kleines Resümee ... und wartet. Noch immer. Bis es plötzlich ein Zeichen gibt. Steht die Geburt jetzt kurz bevor?


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40. SSW: Wow, was für Wochen liegen hinter mir!


Ihr Lieben, unglaublich aber wahr. Ich habe die vierzigste Schwangerschaftswoche erreicht!!! Vierzig Wochen, vierziggggg Wochen. Ich kann es selbst kaum glauben. Es ging jetzt doch alles so schnell. Rückblickend betrachtet, waren es viele schöne, aber auch anstrengende Wochen. Ich möchte aber nichts davon missen. Es war und ist eine unglaublich tolle Erfahrung. 

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Seien Sie nicht zu ungeduldig. Die meisten Babys verspäten sich und kommen dann zur Welt, wenn sie es möchten.


Zum Ende hin wurde es nochmal etwas mühselig. Körperlich wie mental. Insgesamt betrachtet war es aber eine wirklich schöne Schwangerschaft, die glücklicherweise komplikationslos verlaufen ist. Ich kann mich also keinesfalls beschweren. Ob ihr es glaubt oder nicht, der Nabel ist sogar drinnen geblieben. Auch der Bauch ist nicht gerissen. Hätte ich nicht erwartet. Ich hatte euch ja Wochen zuvor berichtet, dass ich leider nicht mit dem besten Bindegewebe gesegnet wurde und mit allem rechnete. Aber siehe da, nichts ist passiert.

Insgesamt hatte ich zehn Kilo Gewicht zugenommen und meine Werte waren soweit in Ordnung. Bei meinem letzten Arztbesuch hieß es lediglich, dass die Plazenta so langsam aber sicher ein wenig verkalkt – was zum Ende hin ja normal ist – und dass das Fruchtwasser weniger geworden sei. Das deutet auf eine baldige Geburt hin. Es wird auch endlich Zeit. Ich hatte ja fest damit gerechnet, dass die kleine Dame ein wenig früher zur Welt kommt....aber nein, noch ist sie drin. Ich bin also über dem Termin. Wuhuu.

Das Baby lääst auf sich warten


© Thinkstock
Jetzt geht es los, jetzt geht es los! Oder auch nicht.

Am Sonntag wäre der errechnete Geburtstermin gewesen. Ich habe den ganzen Tag auf ein Zeichen gewartet, Stunde um Stunde. Ich bin spazieren gegangen, bin Treppen gelaufen, habe ihr gut zugeredet, Tee getrunken, den Bauch gestreichelt und getan, was sonst noch so alles die Wehen fördern soll. Nichts ist passiert. Es war nicht mal der kleinste Ansatz von einem "Ich will hier raus" zu verzeichnen. Kein Tritt, kein Stoß, NICHTS! Sie hat nur geschlafen. Ich gab die Hoffnung fast auf und dann passierte doch etwas!

Ich ging auf Toilette und der Schleimpfropf löste sich. Vielleicht bildet sich bei einigen Lesern gerade ein kleines Fragezeichen über dem Kopf?! Was ich absolut nachvollziehen kann, denn auch ich hab nie zuvor etwas von einem Schleimpfropf gehört. Ich erfuhr erst in meinem Vorbereitungskurs davon. Mehr dazu erfahrt ihr hier:

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Das sind die Dinge, die offiziell immer weggelassen werden, wenn es beim Kaffeekränzchen um Schwangerschaften geht. Alles rosarot und wunderschön, nix da von wegen schlabbeliger Schleim und so :-) Aber auch wenn es absolut normal ist und dazugehört, überspringe ich den Teil jetzt einfach. Lassen wir es einfach so stehen. Jede Frau wird den Unterschied erkennen und relativ schnell feststellen, wenn sich der Pfropf löst. Bei vielen Frauen löst sich teilweise gar nichts, oder sie bekommen es schlichtweg nicht mit. Ich hingegen bekam es. Im ersten Moment war ich ein wenig geschockt, dann war die Sache aber klar: Ich rannte schon zu meiner Kliniktasche und wartete auf die ersten Wehen.

... und ich wartete ... und wartete ... und wartete ... und es passierte wieder nichts. Es verging eine Stunde, es vergingen drei Stunden, es vergingen zehn Stunden. Eigentlich war ich fest davon überzeugt, dass es nun endlich losgehen würde. Eine nervliche Zerreißprobe für einen solchen Ungeduldsmensch wie mich. Aber es war wieder nur falscher Alarm. Noch wollte sie nicht raus. Ich ließ es dann irgendwann bleiben und legte mich ins Bett. Was anderes blieb mir auch nicht übrig. Sie lässt halt auf sich warten :-) 

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Und (beinah) täglich grüßt der Frauenarzt

Von nun an musste ich alle zwei Tage zum Frauenarzt. Das nervte mich total. Ich hatte ja bereits ein paar Folgen zuvor berichtet, dass mich die Lauferei zum Arzt ziemlich schlaucht. Der Weg ist mühselig und ich war schon von meinen wöchentlichen Terminen genervt. Jetzt auch noch jeden zweiten Tag. Hilfäää! Generell empfand ich die Untersuchungen an sich mittlerweile als ziemlich unangenehm. Ich kam ja kaum noch auf den Stuhl rauf. Bekam noch dazu schlecht Luft und hatte Schmerzen. Das war keine gute Mischung. Meine Laune war dementsprechend im Keller und ich war immer wieder sehr froh darüber, fertig zu sein und nach Hause "kugeln" zu dürfen. Natürlich wurde jetzt auch noch mein Frauenarzt krank und wurde durch eine Ärztin vertreten. 40 Wochen doktorte er an meiner Seite herum und so kurz vorm Ende lässt er mich im Stich?! Ich konnte es nicht fassen. ARGHHH, die Welt ist nicht fair!

Bei meiner letzten Untersuchung wurde nun festgestellt, dass sich der Gebärmutterhals verkürzt hat und ziemlich weich sei. Juhuuu :-) Auch hier steht die Ampel nun auf GRÜN – super Grün, ultra Grün. Es darf also losgehen!!! Die Einzige, die die Bremse drin hat, ist die kleine Dame. Erst wenn sie das GO gibt, geht es los.

Wann das der Fall sein wird, erfahrt ihr in spätestens einer Woche. Sollte sie nämlich nicht bald kommen, wird die Geburt eingeleitet. Zehn Tage haben sie uns gegeben. Dann ist Schluss. Dann muss sie das Nest verlassen. Ich hoffe inständig, dass sie sich noch rechtzeitig dazu entscheidet vorher zu kommen. Irgendwie fänd ich es blöd, wenn etwas eingeleitet werden müsste. Sie soll es selbst entscheiden dürfen. Einfach der Natur ihren freien Lauf lassen. Wir werden es sehen. Drückt die Daumen!

Alle Folgen meines Schwangerschaftstagebuchs findet ihr auf der Themenseite "Schwangerschaftstagebuch" hier bei familie.de. Und natürlich freue ich mich über jeden einzelnen Kommentar, ob direkt hier oder bei Facebook!
Eure Daniela



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