Die 6. Woche schwanger. Folge 4 des Schwangerschaftstagebuchs

Allein, allein.... mit dem Gedanken daran, bald Mama zu werden. Und der Partner muss sich auch daran gewöhnen. Da gibt es nur eine Therapie: Lasst euch Zeit, redet mit dem Partner - und mit anderen Schwangeren. Das hilft bei Unsicherheit und Angst.


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SSW 6: Allein, allein ...


So langsam setzte sich alles ein wenig. Der erste Gang zum Arzt war getan und ab jetzt hieß es warten und sich erst einmal nichts anmerken lassen. Was natürlich ziemlich schwer fiel. Man würde es ja am liebsten gleich rausposaunen. Bis auf das Spannen in der Brust nahm ich zunächst keine weiteren körperlichen Veränderungen wahr. Mir ging es - wie sicherlich vielen Frauen - erst einmal so, dass ich mich an alles langsam gewöhnen musste. Die Tatsache, dass man einfach noch nichts spürt, lässt das Ganze ziemlich unwirklich erscheinen und macht es einem auch nicht leichter, die Situation zu begreifen. Ich habe im Internet nach Erfahrungsberichten von anderen Schwangeren geschaut und mich generell eingelesen, was aktuell in meinem Körper so alles geschieht. Was ihr übrigens auch hier auf familie.de könnt: Schwangerschaftswoche 6. So konnte ich mir meine ersten Fragen selbst beantworten und mich einfach ein wenig informieren.

Für euren Partner ist die ganze Sache natürlich noch unwirklicher als für euch. Er ist im Grunde ja wirklich nur stiller Beobachter. Zwar ist der Partner im besten Fall immer für einen da und unterstützt, wo er nur kann, Fakt ist aber, dass nun mal ihr biologisch schwanger seid und nicht er. Was dazu führen kann, dass ihr euch oftmals alleine und unverstanden fühlt. Auch damit muss man erst einmal lernen umzugehen. Mir ging es da nicht anders. Euer Partner wird im Optimalfall natürlich immer für euch da sein und euch zur Seite stehen, aber auch er muss sich erstmal an seine neue Rolle gewöhnen. Seht es ihm daher nicht nach, wenn auch er seine Zeit braucht, um das Ganze sacken zu lassen. Er meint es sicherlich nicht böse.



Angst. Total normal, oder?!



© Thinkstock
Im Nachhinein kann ich das nun auch objektiver betrachten. Als auch bei uns alles etwas ruhiger wurde, zog sich mein Freund plötzlich zurück und machte viele Dinge mit sich alleine aus. Ich hingegen habe mich ziemlich alleine gefühlt und hatte nicht gleich das nötige Verständnis für sein Verhalten. Braucht man doch gerade in solchen Zeiten eine Schulter zum Anlehnen. Aber jeder geht anders mit der Situation um und sich zurückzuziehen, bedeutet nicht gleich Ablehnung, was aber häufig so empfunden wird. Wir haben uns letztlich darüber ausgesprochen und versucht, uns durch Gespräche die Ängste zu nehmen. Was auch geholfen hat.

Ängste werden immer wieder in euch aufsteigen, das ist völlig normal. Lasst euch dadurch nicht verunsichern. Es kommen auch viele schöne Zeiten auf euch zu. Foren sind übrigens auch eine schöne Form der Kommunikation: Endlich schwanger.

Gerade in der Anfangszeit, wenn außer dem Partner noch kaum einer euer kleines Geheimnis kennt, ist der Austausch mit anderen Schwangeren sehr hilfreich. Ihr werdet schnell feststellen, dass ihr mit euren Sorgen und Ängsten nicht alleine seid. :-)

Alle Folgen meines Schwangerschaftstagebuchs findet ihr auf der Themenseite "Schwangerschaftstagebuch" hier bei familie.de. Ich freue mich auf eure Meinungen, Erfahrungen und Kommentare!

Eure Daniela




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